STL: „Baumarkt rückwärts“

Umorganisiert: Bei der Einfahrt aufs Gelände weist ein Hinweisschild den neuen Weg. Ob alles so bleibt, muss noch der Praxistest mit Kunden und Mitarbeitern zeigen. Auf ihre Kritik will man hören.

Lüdenscheid - Ein Sortierhof sortiert sich neu: Auch für den Kunden hat sich Am Fuhrpark schon einiges verändert. Nun beobachtet Recyclinghof-Leiter Frank Bäcker, ob die neue Aufteilung den Praxistest besteht.

Möglich wird die Entzerrung des Betriebes auf dem Recyclinghof durch die Nutzung des 2000 Quadratmeter großen Nachbargeländes. „Wir sind immer nahe dran an einer viertel Million Nutzer im Jahr“, beschreibt Bäcker den enormen Zuspruch, den die Abliefer-Drehscheibe erfährt. „Wir schlagen auf dem Recyclinghof mehr als 8000 Tonnen um.“ Da kann man schon mal an Grenzen stoßen.

Die Fahrt zum Fuhrpark sei für viele Lüdenscheider unverzichtbarer Bestandteil ihres Alltags geworden, weiß Bäcker. Damit die Kunden sich künftig nicht mehr so in die Quere kommen wie jetzt mitunter zu Stoßzeiten, will man vor allem einen Engpass entzerren: Die Bauschuttanlieferung mitten im Containerpulk, da, „wo sich immer alles drubbelt“, kommt an den Rand. Vieles ist schon deutlich luftiger geworden. Das liegt auch daran, dass 14 große und zwei kleine Müllwagen mittlerweile auf dem hergerichteten Nachbargelände geparkt werden. Dort wird zudem eine alte Firmenhalle umgebaut und für die Schrottsortierung vorbereitet, was gerade länger dauert als geplant. Nach der Sommerpause, wolle man den politischen Gremien Details erläutern, so Frank Bäcker. Dazu gehört, das Schadstoffmobil stärker ins Zentrum zu rücken. Eine neue Containerreihe für Metall- und Elektroschrott sieht der Kunde bereits bei der Fahrt aufs Gelände rechter Hand.

Um den Kunden die Abgabe weiter zu erleichtern, denkt Frank Bäcker darüber nach, eine Reihe kleiner Transportkarren anzuschaffen. „Das wäre dann Baumarkt rückwärts“, schmunzelt er. Aussortiert statt eingekauft.

Bis Ende August werden Container umgestellt, die Flächen darunter bei Bedarf repariert. Wenn sich alles bewährt, folgen Markierungen, Wegweiser sowie ein paar neue Angebote: Alt-Kunststoffe und Bauelemente wie nicht entglaste Fenster können dann – kostenpflichtig – abgegeben werden. Bäcker: „Der Kunde wird die Veränderungen in den nächsten Wochen immer mal merken.“ Das Wesentliche ändert sich aber nicht: Einfahrt, Kasse – und Service. - sum

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