Stirnhöhlenentzündung – was tun?

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Eine Stirnhöhlenentzündung kann Sie völlig außer Gefecht setzen.

Eine Stirnhöhlenentzündung setzt jeden außer Gefecht: Eine heftige Erkältung gepaart mit rasenden Kopfschmerzen bei jedem Hustenanfall und jeder Bewegung. Wir sagen Ihnen, was Sie tun können, wenn Ihr Arzt eine Sinusitis frontalis diagnostiziert hat.

Die Stirnhöhlen sitzen oberhalb der Augenbrauen und gehören zu den Nasennebenhöhlen. Sie sind mit Luft gefüllt und – genau wie die Nase – mit einer Schleimhaut bedeckt. Diese sondert Flüssigkeit ab, um die Hohlräume sauber zu halten. Wenn die Flüssigkeit aber aus irgendeinem Grund nicht mehr abläuft, kann sich die Schleimhaut entzünden. Das passiert jedem siebten Deutschen mindestens einmal im Jahr. Dennoch ist ein Arztbesuch dringend angeraten. Spätestens, wenn Sie Fieber bekommen und die Symptome nicht nachlassen, ist eine Untersuchung unumgänglich.

Akute Stirnhöhlenentzündung

Wenn es Sie erwischt hat, merken Sie das meist schnell. Sie spüren dann in der Regel einen starken Druck im Gesicht und heftige Kopfschmerzen. Es kommt vor, dass sich diese Symptome verstärken, wenn Sie sich nach vorne beugen. Dazu fließt das Nasensekret über Nase und Rachen ab. Viele Ärzte raten zu Nasenspray, Antibiotika verschreiben die Mediziner bei Stirnhöhlenentzündung nur in schweren Fällen.

Haben Sie Zweifel an der Arzneiverordnung Ihres Arztes? Erkundigen Sie sich zum Beispiel im Internet, wie es anderen Erkrankten geht. In Online-Communitys tauschen sich Betroffene über ihre Erfahrungen mit verschiedenen Behandlungsmethoden aus. Verlassen Sie sich jedoch nicht nur auf den Rat anderer Patienten, sondern holen Sie am besten eine zweite Meinung bei einem anderen Mediziner ein.

Es gibt auch einige Hausmittel, die die Heilung unterstützen und die Sie selbst anwenden können:

  • Trinken Sie viel Wasser oder Tee.
  • Essen Sie vermehrt Obst und Gemüse.
  • Sorgen Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Inhalieren Sie oder machen Sie Nasenspülungen.
  • Setzen Sie sich unter eine Rotlichtlampe.

Vorbeugen ist besser

Eine Stirnhöhlenentzündung ist nicht mit hundertprozentiger Sicherheit zu verhindern. Vorbeugung ist aber möglich, zum Beispiel, indem Sie aufhören zu rauchen. Es schadet nämlich Nase und Rachen sehr. Wenn Sie akut erkrankt sind, ist Tabak sowieso tabu.

Ebenfalls eine gute Vorbeugung ist es, richtig zu schnäuzen. Das bedeutet, dass Sie nicht mit voller Kraft ins Taschentuch trompeten. Dabei besteht nämlich das Risiko, dass Sie Ihr Nasensekret in die Nebenhöhlen zurückpressen und es sich dort entzündet. Besser ist es, Sie drücken immer ein Nasenloch leicht zu und schnäuzen ohne viel Druck aus dem anderen. Ähnlich verhält es sich beim Niesen. Verdrücken Sie es nicht, sondern lassen Sie es raus – am besten in ein Taschentuch.

Hygiene ist sehr wichtig, wenn Sie eine Stirnhöhlenentzündung vermeiden wollen. Waschen Sie sich also immer die Hände mit Seife, bevor Sie essen oder Ihr Gesicht berühren. Vermeiden Sie es, mit anderen Personen aus der gleichen Flasche zu trinken oder das gleiche Besteck zu nutzen.

Trinken Sie ausreichend. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten wenn warme Heizungsluft in den Räumen Ihre Schleimhäute austrocknet, ist Flüssigkeitsaufnahme wichtig. So bleiben die Schleimhäute feucht und entzünden sich nicht so schnell.

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