Stillstand bei Chemikalien Steinebach nach Abriss

Schuttberge türmen sich schon seit Wochen neben dem Verwaltungsgebäude des Chemieunternehmens Steinebach an der Lösenbacher Landstraße. Auf dieser Fläche soll ein neues Lager für chemische Feststoffe errichtet werden.

LÜDENSCHEID ▪ Einen ersten Schritt zur Errichtung eines neuen Lagers für chemische Feststoffe hat die Firma „Steinebach Chemikalien“ an der Lösenbacher Landstraße getan: Mit dem Abriss des benachbarten Gebäudes der nach Oberbrügge verzogenen Firma „Grigoletto“, einem „Spezialisten für Beschichtungssysteme“, wurde Platz geschaffen für eine neue Halle.

Nun allerdings herrscht erstmal Stillstand auf der Baustelle. Der Grund dafür liege im Genehmigungsverfahren, das sich als unerwartet schwierig und langwierig erweise, erklärte Geschäftsführer Karsten Emmich auf Anfrage der LN: Obwohl der Bauantrag seit Mai 2009 bei der Bezirksregierung Arnsberg liege, gebe es noch keine Baugenehmigung. In einem ersten Schritt habe die Bezirksregierung allerdings die Erneuerung der sanierungsbedürftigen Rohre des Lösenbaches genehmigt, der das Firmengelände unterquert. Diese ist die Voraussetzung für die Errichtung des neuen Lagers. „Ich denke, dass es jetzt weitergeht“, zeigte sich Emmich zuversichtlich, dass die Baugenehmigung bald folgen werde.

Pressereferent Christoph Söbbeler von der Bezirksregierung Arnsberg nannte gestern als Grund für das langwierige Verfahren das Fehlen von Antragsunterlagen. Einige seien erst vor kurzem von der Firma eingereicht worden. Söbbeler sicherte eine zügige Bearbeitung durch das für Chemieanlagen zuständige „Dezernat für Immissionsschutz und anlagenbezogenen Umweltschutz“ zu, das in einer Außenstelle der Bezirksregierung in Dortmund angesiedelt ist. Mit der neuen Verrohrung des Lösenbaches werde eine wichtige Voraussetzung für den Lager-Neubau erfüllt.

Das Traditionsunternehmen Steinebach liefert Basischemikalien vom Aceton bis zur Zitronensäure und fertigt bei Bedarf auch kundenspezifische Chemikalienmischungen. Die Firma ist darüber hinaus in der „Logistik und dem Management von Chemikalien“ und bei Abwasserproblemen engagiert. Unter anderem misst und begutachtet Steinebach die Schwefelwasserstoffbelastung in Abwasserkanälen bei Geruchsproblemen. ▪ thk

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