NSG Stilleking: Naturschützer kaufen Flächen

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Erläuterten den Zukauf: Klaus Woidasky (links) und Bernd Bunge vom Förderverein Naturschutz Märkischer Kreis.

Lüdenscheid - Der Förderverein Naturschutz Märkischer Kreis hat Flächen mit einer Größe von circa 15 Hektar am Naturschutzgebiet Stilleking zugekauft.

Naturliebhaber, Wanderer und Spaziergänger schätzen ihn schon lange: den Stilleking vor den Toren Lüdenscheids. Das dort ausgewiesene Naturschutzgebiet (NSG) umfasst rund 150 Hektar und ist damit eines größten Schutzareale in der Region – mit Strahlkraft über die Grenzen der Bergstadt hinaus. 

Ende vergangenes Jahr nun hat der Förderverein Naturschutz Märkischer Kreis weitere Flächen am Stilleking zugekauft – insgesamt circa 15 Hektar, also 150 000 Quadratmeter. Das Gelände grenzt an das bestehende Naturschutzgebiet am Stilleking und ergänzt es somit quasi, ist aber selbst zunächst nicht formal als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen. Langfristig indes könnte ein offizieller NSG-Status für das Terrain eine Perspektive sein. 

"Dauerhaft für den Naturschutz gerettet"

Wie auch immer, auf jeden Fall sei das Gebiet mit dem Erwerb dauerhaft für den Naturschutz gerettet. So äußerten sich im LN-Gespräch Klaus Woidasky als Geschäftsführer des Fördervereins Naturschutz MK sowie Vereinsvorsitzender Bernd Bunge. 

Rückblende. Lange Zeit war der Stilleking als Militärgelände für die Bevölkerung gesperrt. Nach dem Abzug der belgischen Truppen aus Lüdenscheid kaufte dann der Förderverein Naturschutz zusammen mit der Stadt Lüdenscheid und der Nordrhein-Westfalen-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege im Jahr 2001 große Flächen am Stilleking. Daraus entstand dann das Naturschutzgebiet, das heute auch als bedeutsamer Naherholungsraum für die Menschen gilt. 

Förderverein hat Zukauf allein gestemmt

Den aktuellen Zukauf hat der Förderverein Märkischer Kreis allein gestemmt, ohne Beteiligung der Stadt und der NRW-Stiftung. 

Bei den 15 Hektar handelt es sich um Flächen, die bis dato zum Hof Oelken gehörten. Das Hofgebäude selbst soll künftig dem Naturschutzzentrum Märkischer Kreis als Sitz dienen (wir berichteten). Der Förderverein Naturschutz und das Naturschutzzentrum MK kooperieren traditionell eng miteinander. 

"Nachhaltige Folgen für Mensch und Tier"

Der Erwerb der Flächen durch den Förderverein Naturschutz hat laut Woidasky und Bunge nachhaltige Folgen für Mensch und Tier. So bleibt das Areal, durch das auch die beliebten Ochsentour-Wanderwege führen, künftig für die Öffentlichkeit zugänglich. Hätte ein Privatmann das Gelände gekauft, wäre es möglicherweise anders gekommen, glauben Woidasky und Bunge. 

Lebensraum und Jagdrevier für zahlreiche Tiere

Gleichzeitig ist der Kauf aus Sicht der Naturschützer ein wichtiger Baustein in ihrem Bemühen, die heimische Natur zu bewahren. So finden auf besagten 15 Hektar Fläche – wie überall am Stilleking – etwa Schwarzstörche, Turmfalken, Milane, Fledermäuse und Libellen Lebensraum und Jagdrevier. Die Liste der Tiere ließe sich fortsetzen. 

Bunge und Woidasky sehen es so: „Durch den Zukauf kommt am Stilleking zusammen, was landschaftlich zusammengehört.“

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