Buchenwald im Naturschutzgebiet

Weg im Stilleking gesperrt: Gefahr durch Bäume

Spaziergänger müssen im Stilleking ab sofort einen Umweg nehmen. Dieser Wäldchenausläufer bleibt gesperrt.

Lüdenscheid - Das Risiko ist einfach zu groß: Deshalb wird ab sofort ein Weg im Naturschutzgebiet Stilleking gesperrt, der direkt durch den Buchenwald führt. Rund ein Dutzend Bäume auf dem kurzen Stück sind so stark durch Pilze und Fäulnis geschädigt, dass sie nicht mehr standsicher sind.

Gefällt werden sie vorerst noch nicht, weil sie landschaftsprägend sind. Insgesamt sind im großen Buchenwaldvorkommen 47 Gefahrbäume markiert; 25 werden kurzfristig gefällt.

„Wann der Pilz gewinnt? In der Natur ist nicht abzuschätzen, wann es passiert“, sagt Hans Obergruber, Geschäftsführer des Naturschutzzentrums Märkischer Kreis. Sichtlich unglücklich über den Handlungszwang, sieht er eine Ursache für die vielen zeitgleich umsturzgefährdeten Bäume in Vorschädigungen etwa durch Panzerfahrten auf dem ehemaligen Militärübungsgelände.

Das Naturschutzzentrum und die NRW-Stiftung sind als Eigentümer in der Haftung. Daher könne man den Zustand der Bäume, die zweimal jährlich kontrolliert werden, nicht ignorieren. Also sperrten Hans Obergruber, Mitarbeiter und Landschaftsarchitekt Michael Breitsprecher sowie Markus Gumpricht vom Förderverein Naturschutz den gefährlichen Wanderweg-Abschnitt ab und befestigten ein „Lebensgefahr“-Warnschild. Spaziergänger müssen nun einen Umweg von rund 600 Metern in Kauf nehmen. -

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