Stiefmütterchen-Geschäft bestimmt Zeitplan

LÜDENSCHEID - Der Winter hat den Zeitplan für das geplante neue Gartencenter Kremer an der Altenaer Straße in Lüdenscheid verzögert. Die Eröffnung ist jetzt für das Frühjahr 2011 geplant.

Abbruch-Auftakt zum Jahresanfang, Beginn der Bauarbeiten im April, Eröffnung im Herbst 2010 – so weit der ideale Terminplan. Doch Alexander Kremer, Geschäftsführer der „Garten-Center Kremer GmbH“ aus Lennestadt, musste den Zeitplan für seinen Lüdenscheider Neubau an der Altenaer Straße „um vier bis sechs Wochen“ nach hinten schieben. Der lange Winter sowie die deswegen ebenfalls verspätete Eröffnung des jüngsten Kremer’schen Gartencenters in Remscheid hätten dafür gesorgt, dass sich alles nach hinten verschoben habe.

Vergabe für Abrissarbeiten steht bevor

Im Moment, so Kremer, laufe die Ausschreibung für den Abriss des alten WKM-Gebäudes: „Wir stehen kurz vor der Vergabe.“ Der Abriss selbst sei ein hoch komplexer Vorgang, schließlich gehe es nicht um ein Ein-Familien-Haus: „Da rauscht man nicht mit einer Riesen-Abrissbirne ’rein, sondern es wird ‚rückgebaut‘ – Stein zu Stein, Teerpappe zu Teerpappe . . .“ Zwischen acht und zwölf Wochen werde es vermutlich dauern, das verwinkelte alte Fabrikgebäude dem Erdboden gleich zu machen. Der wiederum ist nicht so plan wie erhofft. „Die Topographie ist gar nicht so einfach“, hat der Gartencenter-Fachmann festgestellt. Es gebe ein Gefälle, das man so natürlich nicht lassen könne. Den erforderlichen Höhenausgleich wolle man zum Teil direkt mit recyclingfähigem Abrissmaterial vornehmen, „damit der Einkaufswagen später nicht wegrollt“.

Im ersten Halbjahr soll das Gelände baureif sein

So oder so: Im ersten Halbjahr soll das Gelände baureif sein.
Vier Monate inklusive einer gewissen Pufferzeit rechne man für den Bau des „Gewächshauses“ an der Altenaer Straße. Doch ob es dann tatsächlich mit der Eröffnung des neuen Gartencenters im Frühjahr 2011 klappt, hängt noch von einem weiteren Termin ab: Rechtzeitig vor Ostern müsste alles bereit sein. Danach sei die Saison erst einmal gelaufen. „Es ist wichtig, das ‚Stiefmütterchen-Geschäft’ mitzunehmen. Da, wo die Leute ihre Stiefmütterchen kaufen, kaufen sie auch ihre Geranien“, weiß Alexander Kremer. Der nächste sinnvolle Eröffnungstermin für die Branche liege erst wieder im Herbst. „Aber ich bin ja Berufsoptimist. Wir streben den Frühjahrseröffnungstermin 2011 an.“

Rubriklistenbild: © Foto: Kornau

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