Musik zur Bewältigung einer Lebenskrise

Der Song, den die Musiker aufgenommen haben, soll den Hörern in einer Lebenskrise ein gutes Gefühl vermitteln. - Fotos: Othlinghaus

Lüdenscheid - „Gemeinsam komponieren und texten wir einen Krisenpräventionssong. Ein Lied, das in der Lage ist, für Zuversicht und Mut zu sorgen, wenn es einem Menschen einmal nicht so gut geht.“ Steven Stegnitz ist in Lüdenscheid als Bassist bekannt. Gemeinsam mit Deborah Dei und Claudia Taube befindet er sich im zweiten Ausbildungsjahr zum Heilerziehungspfleger. Die drei sind Berufsschüler des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs.

Während ihrer Ausbildung müssen die Jugendlichen unter anderem ein 14-tägiges Projekt auf die Beine stellen, dessen Ergebnis einen nachhaltigen Nutzen hat für jene Menschen, für die das Projekt bestimmt ist. Darüber kam Stegnitz auf die Idee mit dem Song. Mit Sabrina Zaydowicz, Manuel Harings und Fabian De Buhr fand er drei Bewohner des Hauses Lüdenscheid im Sozialwerk St. Georg, die Lust hatten, an einem Musikprojekt teilzunehmen. Und seine Azubi-Kollegen Deborah Dei und Claudia Taube waren von der Idee gleich angetan und schlossen sich dem kreativen Projekt an.

„Am Anfang stand zunächst ein Brainstorming, bei dem wir Begriffe gesammelt haben, die im Songtext vorkommen sollten“, erklärt Steven Stegnitz das Projekt. Das übergreifende Thema war dabei natürlich das Glück, denn die Aufgabe des Songs soll es ja später einmal sein, dem Hörer in einer Lebenskrise ein gutes Gefühl zu geben: „Aus dem großen Topf der gesammelten Begriffe haben wir uns dann bedient und Worte für die Lyrics herausgesucht, mit denen sich jeder identifizieren kann.“ Technische Hilfsmittel, die für Aufnahme und anschließende Produktion des Songs notwendig sind, fanden die jungen Leute im Studio von Jamis Records an der Lösenbacher Landstraße sowie der im gleichen Gebäude befindlichen Music Store Musikschule, Anfang des Monats fiel der Startschuss. Mit dem Musiker Ingo Starink fanden die jungen Leute einen versierten Produzenten.

Mit dem Komponieren eines Songs hat sich Bassist Stegnitz dann zunächst allein beschäftigt, das Ergebnis später in der Gruppe zur Diskussion gestellt. „Alle waren sich einig, dass das von mir recht melodiös angelegte Stück noch deutlich härter und fetziger daherkommen sollte“, erinnert sich der Musiker, „das haben wir dann auch so umgesetzt.“ Schlagzeug, Gitarre und Bass nahm Stegnitz zunächst zuhause auf. Den Gesang spielten die drei jungen Leute aus der Wohngruppe zum Schluss mit ihren Stimmen ein – für alle ein spannendes und vor allem neues Erlebnis.

Ob der Song vielleicht auch in Verbindung mit einem Video veröffentlicht wird, wissen die Beteiligten noch nicht genau. Zunächst war lediglich eine Präsentation im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg geplant.

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