Stetes Tauziehen, aber auch gute Gemeinschaft

60 Abiturienten der Adolf-Reichwein-Gesamtschule feierten am Samstag ihren Abiball im Kulturhaus. Bunte Luftballons und ein ebenso buntes Programm prägten den Abend, aber auch nachdenkliche Worte zum Abschied von der Schule.

LÜDENSCHEID ▪ Einen abwechslungsreichen Abend – bestehend aus Reden und unterhaltsamen Darbietungen unter dem Motto „Mahatma Abi – Drölf Jahre passiver Widerstand“ präsentierten die 60 Abiturienten der Adolf-Reichwein-Gesamtschule am Samstag ihren Gästen beim Abiturball im Kulturhaus. Ob drölf nun ein Viertel von endlich ist, oder ein Zusammenschluss aus denen, die ihr Abitur nach 13 Jahren oder 12 Jahren gemacht haben, konnte auch Jahrgangsstufenleiterin Astrid Ebnicher in ihrer Rede nicht klären. Sie berichtete von dem steten Tauziehen zwischen Lehrern und Schülern, aber auch von einer fröhlichen und kameradschaftlichen Gemeinschaft.

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel“. Das Zitat von Johann Wolfgang von Goethe hatte sich Rektor Michael Lohr zum Thema gemacht. In seiner Rede ging es um Bildungs- und Erziehungsaufgaben und Wertevermittlung. Dabei mahnte er „Lesen – nicht surfen – verleiht Flügel. Breiten Sie Ihre Flügel aus, fliegen Sie davon, aber vergessen Sie Ihre Wurzeln nicht“, gab er den frisch gebackenen Abiturienten mit auf den Weg. Oberstufenleiter Ulrich Pleuger – „Das Chemie der Mathematik und der Logik dieser Welt“ – hatte sich die Inhalte der Zeugnisse zum Thema gemacht. „Das Zeugnis ist die Voraussetzung, aber nicht die Garantie für eine erfolgreiche Berufslaufbahn“. Der Jahrgangsstufenschnitt sei mit 3,0 besser als in den Vorjahren gewesen.

Fünf ehemalige Hauptschüler hätten ihr Abitur sogar mit einer Zwei vor dem Komma erreicht. Jahrgangsstufenleiterin Astrid Ebnicher verlas die Grußworte von ihrem Kollegen Ralf David, der aus privaten Gründen nicht anwesend sein konnte, es sich aber nicht nehmen ließ, für seine Jahrgangsstufe eine Fotodokumentation zusammen zu stellen.

Für die Lehrer hatten sich die Abiturienten ein „Special Coaching“ ausgedacht, bei dem Bauchtanz und Laufsteg-Walking im Vordergrund standen. Zudem wurden Dr. Thomas Kratzert, die Jahrgangsstufenleiterin Astrid Ebnicher und Konrektor Ernst-August Kirchberg in ein Improvisationstheater eingebunden. Durch das Programm führten Derya Senlikoglu und Michel Schumann.

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