Sternsinger bringen Segen ins Rathaus

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Bürgermeister Dieter Dzewas lobte das Engagement der Sternsinger und steckte die Spende für den guten Zweck in die Sammeldose.

Lüdenscheid - Gottes Segen bringen die Sternsinger derzeit nicht nur an die Haustüren – am Mittwoch waren sie auch zu Besuch im Rathaus. Bürgermeister Dieter Dzewas empfing die rund hundert Kinder aus der Pfarrei St. Medardus und deren Begleiter. Anschließend tummelten sich alle auf der Eisbahn.

Mit „Stern über Bethlehem“ – dem klassischen Lied zum Tag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar – erfüllten die zahlreichen Stimmen das Bürgerforum. Beim anschließenden Segensspruch wechselten sich Kaspar, Melchior und Balthasar ab, während einige Passagen gleich von allen Sternträgern und kleinen und großen Könige vorgetragen wurden. 

„Wir Sternsinger sind hier als Gäste und bringen als Geschenk das Beste“, sagte einer der Könige. „Gottes Werk bewahren“ und „es schützen vor Zerstörung und Gefahren“ wollen die Sternsinger – und Not leidenden Kinden in Bolivien und aller Welt mit den gesammelten Spenden helfen. 

Kleiner König klettert auf Leiter und bringt den Segen an

Der Bürgermeister freute sich über den Besuch und lobte die Sternsinger für ihren fleißigen Einsatz. Was für viele Menschen selbstverständlich sei, hätten Kinder in anderen Teilen der Welt nicht, so Dzewas. Als Beispiele nannte er den Zugang zu sauberen Lebensmitteln oder einen Besuch im Schwimmbad zwischendurch.

Bürgermeister Dieter Dzewas empfing Sternsinger

„Ihr tragt dazu bei, dass es diesen Kindern besser geht“, wandte er sich an die Sternsinger. Danach schaffte er eine Leiter herbei, auf die einer der kleinen Könige klettern konnte, um den Aufkleber mit dem Segen an alt bewährter Stelle an einer Säule im Rathausfoyer anzubringen.

Kindern in ärmeren Ländern der Welt helfen

Danach gab es wie in jedem Jahr noch eine Spende, die Dzewas in die Sammeldosen steckte. Pfarrer Andreas Rose und die Sternsinger bedankten sich dafür mit einem kräftigen Applaus. Der zehnjährige Maximilian Dziuk ist zum ersten Mal bei der Aktion dabei. „Ich möchte auch ein bisschen für manche Länder tun“, sagte er im Gespräch mit den LN. 

Die neunjährige Mari Carmen Meyer-Lopez zieht unter anderem zusammen mit ihrem kleinen Bruder Alfonso (7) durch Lüdenscheids Straßen, um für den guten Zweck zu sammeln. „Ich weiß auch wo das Geld hingeht. Das meiste geht nach Bolivien, damit die Kinder da in den Kindergarten und in die Schule gehen können“, erklärte sie. 

Sternsinger drehen ein paar wilde Runden auf der Eisbahn

Die meisten legten ihre Verkleidung vorher ab, doch zwei Sternsingerinnen sausten in ihren Umhängen über das Eis.

Vanessa Funke, zwölf Jahre alt, die bereits zum fünften Mal Sternsingerin ist, fasste es in ähnlichen Worten zusammen wie der Bürgermeister: „Wir machen das, damit es Kindern besser geht.“ Die meisten Sternsinger trafen sich schließlich noch zu ein paar wilden Runden Schlittschuhlaufen auf der Eisbahn. Traditionsgemäß hatte die Lüdenscheider Stadtmarketing Gesellschaft (LSM) dazu eingeladen und das Vergnügen spendiert.

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