Neu im Stern-Center: Phänomenta-Experimente zwischen Mode und Mohnbrötchen

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Knüpfen ein Band, indem sie ein anderes zerschneiden: Center-Manager Daniel Dalsasso und Phänomenta-Chef André Westermann.

Lüdenscheid - Die Phänomenta geht für dieses Jahr mit mehr als 20 Stationen ins Stern-Center. Davon erhoffen sich beide Seiten positive Effekte.

„Die Phänomenta kommt“ ins Stern-Center, hieß es vor genau zwei Jahren schon einmal. Jetzt ist sie wieder da, und zwar nicht nur als kurze Ausstellung in den Malls, sondern mindestens für den Rest des Jahres.

 Sie belegt die 300 Quadratmeter der früheren WMF-Filiale in der ersten Etage. Das ist das Ergebnis einer klassischen Überkreuz-Reaktion. Denn der damalige Center-Manager Torsten Schulze war es, der die Phänomenta 2017 schon mal ins Einkaufszentrum geholt hatte. 

Heute steht er selbst in Diensten des Science-Centers, lud den aktuellen Stern-Center-Manager Daniel Dalsasso dorthin ein – und so entstand die Idee dieses besonderen Pop-up-Stores.

 „Schön, dass das Netzwerk da ist“, sagt Daniel Dalsasso zufrieden. Und Torsten Schulze ergänzt: „Manchmal gibt es Stichworte, auf die ich sofort reagiere.“ Ein Phänomenta-Teaser auf der einen, spielerische Entspannung im Einkaufstrubel auf der anderen Seite – man sieht durchaus den beiderseitigen Nutzen. Es entstehe eine Wechselwirkung zwischen Phänomenta und Innenstadt, zugleich habe man eine unkonventionelle Lösung fürs Leerstandsmanagement gefunden.

 „Es wird super spannend, mal andere Leute zu erreichen“, freut sich Phänomenta-Chef André Westermann über die ungewöhnliche Werbeplattform. „Messen können wir den Erfolg nicht“, weiß er aber auch. So etwas wie Schwellenangst gebe es im Center nicht, wo das Publikum bunt gemischt sei.

 Die Außenstation ist nicht besetzt, wird allerdings morgens und abends kontrolliert. Ein Einstein-Aufsteller hält ein paar Phänomenta-Infos bereit. Der Rest sei selbsterklärend, sagen die Fachleute.

 Mehr als 20 Stationen laden zum Ausprobieren ein, darunter auch Plakate mit sprachlichen Herausforderungen zwischen Buchstabensalat und Farbspielereien. Auf einem gilt es, die Farbe zu sagen, nicht das Wort vorzulesen. Also: Das Wort „gelb“ steht dort in grüner Schrift, und eben die Farbe gilt es zu nennen. „Das Rot war blau“, kommentierte Torsten Schulz denn auch trocken den ersten Versuch von Daniel Dalsasso.

 Wie lange ihm nun noch Zeit zum Üben bleibt, weiß der Center-Manager nicht, denn die unterschiedlichen Exponate werden regelmäßig ausgetauscht, damit es nicht langweilig wird. Das sei auch fürs Center ein Mehrwert, glaubt Westermann, der als junger Vater Kinder nicht immer nur in Eisdielen bei Laune halten will.

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