Lüdenscheider Filiale betroffen

Stern-Center: Nächster Mode-Laden muss schließen

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Das Stern-Center in Lüdenscheid. 

Lüdenscheid – Schlechte Nachrichten für den Einzelhandelsstandort Lüdenscheid: Nachdem in der vergangenen Woche die Mode-Kette Mister*Lady die Schließung ihrer Filiale im Stern-Center für den 22. Juni ankündigte, steht nun der Rückzug des nächsten Modegeschäfts fest.

Auf Anfrage erklärte das von der Pleite bedrohte Modeunternehmen Gerry Weber, dass der Standort Lüdenscheid aufgegeben wird. Gerry Weber betreibt eine Filiale für Damenoberbekleidung im ersten Obergeschoss des Stern-Centers gegenüber der Thalia Buchhandlung.

Bis zur Schließung am 30. November 2019 wird der Verkauf in Lüdenscheid regulär weitergehen, teilte Unternehmenssprecher Gundolf Moritz mit. Der Mietvertrag müsse rechtzeitig gekündigt werden. Wie viele Mitarbeiter von der Schließung in Lüdenscheid betroffen sind, ist unklar.

Gerry Weber muss 146 Filialen schließen. 

Das Sanierungskonzept sieht vor, dass bundesweit bis Ende November 146 Gerry-Weber-Filialen geschlossen werden. Zunächst war von 120 Geschäften die Rede. 

330 Vollzeitkräfte sollen nun eingespart werden. „Da in den Filialen viele Teilzeitkräfte beschäftigt sind, ist die reine Kopfzahl höher“, sagt Unternehmenssprecher Moritz. Die bundesweiten Schließungen sollen in drei Phasen erfolgen – zum 30. September, 31. Oktober und 30. November. Die Filiale in Menden soll nach Informationen unserer Zeitung erhalten bleiben

Seit Ende Januar befindet sich das börsennotierte Familienunternehmen Gerry Weber International AG im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das Verfahren für die AG wurde am 1. April eröffnet, einen Monat später auch für die Gerry Weber Retail GmbH & Co. KG, bei der die Beschäftigten angestellt sind.

„Die Kündigung der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgt in drei Phasen auf Basis noch abzuschließender Interessenausgleichsvereinbarungen und entsprechender Sozialpläne. Der Vorstand befindet sich hierzu in bereits weit fortgeschrittenen, konstruktiven Verhandlungen mit dem Betriebsrat und deren rechtlichen Beratern“, heißt es in einer Anfang Juni veröffentlichten Mitteilung des eingesetzten Sachverwalters. 

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