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Lüdenscheid beleuchtet Fußgängerzone mit Disco-Kugeln

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Solche Disco-Kugeln sollen künftig die Lüdenscheider Innenstadt beleuchten. 

Lüdenscheid - In der Stadt Lüdenscheid werden Teile der Fußgängerzone ab sofort mit Disco-Kugeln beleuchtet. Aus Rücksicht auf die Anwohner gibt es aber eine entscheidende Einschränkung.

Eine außergewöhnliche Beleuchtung realisiert die Stadt Lüdenscheid in der Innenstadt – mit Disco-Kugeln. Die drei hängenden Kugeln wurden im Rahmen des Lichtkunstfestivals „Lichtrouten“ installiert. Nach dem Ende des Events bleiben die Leuchten und die dazugehörige Technik hängen.  Sie sollen die Geschäfte und historischen Gebäude in der Fußgängerzone in ein attraktives Licht tauchen. 

Die Kugeln befinden sich an der unteren Wilhelmstraße. Bei einem Ortstermin vor dem Bekleidungsgeschäft Strodel & Jäger – dort hängt eine der Kugeln – informierte eine Visionärs-Abordnung um Willi Denecke in dieser Woche über den Zweck der Installation. Mit dabei: Bürgermeister Dieter Dzewas. 

Werben für mehr Licht auf der Wilhelmstraße: die Lüdenscheider Visionäre und ihre Unterstützer. 

Die Kugeln hängen mehrere Meter über der Gehfläche, werden von einem Motor bewegt und von nahen Strahlern illuminiert. Das Ganze ergibt mehr Helligkeit an der Örtlichkeit, bewegliche Lichtpunkte und eine – von den Visionären auch gewollte – stärkere Herausstellung der historischen Fassaden in der Umgebung. 

Disco-Kugeln leuchten nicht die ganze Nacht

Über eine Automatik schalten sich die Gebilde – sie erinnern an klassische Disco-Kugeln – am frühen Abend ein. Bis zum Wochenende erstrahlten sie noch die ganze Nacht.

Um denkbaren Beschwerden von Anwohnern zu begegnen, sollen sie laut Auskunft der Visionäre künftig aber voraussichtlich nur bis 23 Uhr aufleuchten. Die Realisierung des Projekts – so die Auskunft bei dem Ortstermin – habe insgesamt 12.000 Euro gekostet. 

Immobilienbesitzer beteiligen sich an den Kosten

Geld und Hilfe kamen dabei aus mehreren Richtungen. Neun ansässige Immobilienbesitzer beteiligten sich mit je 400 Euro. Unterstützung kam auch von der Elektro-Innung Lüdenscheid und von Sponsoren, um die sich die Visionäre bemüht hatten. 

Lichtrouten 2018 in Lüdenscheid, Teil 2

Visionär Willi Denecke nennt in diesem Kontext ausdrücklich die Namen von Innungs-Obermeister Kai Fischer sowie von Lars Quengle und Tobias Kühlen von Elektro Kühnel. Außerdem floss ein Zuschuss der Stadt. 

"Wir wollen Lüdenscheid voranbringen"

Künftige Wartungsarbeiten und mögliche Reparaturen an den Leuchtkugeln soll ein Bürger-Engagement sichern. Die Patenschaft über die Objekte haben Björn Jäger, Dr. Joachim Schulz und Axel Kleinschmidt übernommen.

Lichtrouten 2018 in Lüdenscheid: Leserfotos

Willi Denecke in diesem Zusammenhang zur grundsätzlichen Philosophie der Visionäre: „Uns geht es nicht um Einzelinteressen, sondern um das Gemeinschaftsinterresse. Wir wollen Lüdenscheid voranbringen.“

Lichtkonzept für komplette Wilhelmstraße in Vorbereitung

Gleichzeitig wies Denecke darauf hin, dass die Leuchtkugeln quasi Vorboten für die Nummer 61 aus dem Pool der 70 Visionen für die Stadt seien. Vision 61 zielt auf ein Lichtkonzept für die komplette Wilhelmstraße. Einen exakten Zeitplan dafür gibt es derzeit noch nicht.

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