Lichterglanz, Tannenbaum und Weihnachtsschmuck

Stern-Center statt Amazon: Black Friday noch mit alten Regeln

Lüdenscheid Stern-Center Advent
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Im Stern-Center bemüht man sich um eine stimmungsvolle Adventszeit.

Eine begrenzte Kundenanzahl in den Geschäften, keine Gastronomieangebote, abgesperrte Aufenthaltsmöglichkeiten, der fehlende Weihnachtsmarkt: Das Weihnachtsshopping vor Ort dürfte in diesem Jahr anders ausfallen als gewohnt.

Lüdenscheid - Zwar sollen Weihnachtslichter über der Einkaufsstraße, der Tannenbaum auf dem Sternplatz und ein stimmungsvoll geschmücktes Stern-Center zu einer weihnachtlichen Vorfreude beitragen, doch ein ausgiebiger Bummel auf der Suche nach Geschenken dürfte bei dem einen oder anderen kürzer ausfallen als gewohnt.

„Wir haben natürlich derzeit eine andere Aufenthaltsqualität als sonst – und das ist schon eine herausfordernde Situation“, macht Center-Manager Daniel Dalsasso auf Anfrage deutlich. „Das Einkaufsflair fehlt einfach“, weiß auch Björn Jaeger, Geschäftsführer des Modehauses Strodel & Jäger. Die Konsequenz: Die Menschen kaufen gezielter, aber: „Wenn Sie da sind, dann kaufen sie auch“, weiß Dalsasso. Und auch Jaeger hatte zuletzt festgestellt, dass vor allem hochwertige Artikel derzeit stark gefragt seien. „Viele Kunden suchen das Besondere und belohnen sich mal mit etwas Schönem.“

War in dieser Woche bereits die Entscheidung gegen die verkaufsoffenen Adventssonntage durch das Oberverwaltungsgericht in Münster gefallen (Dalsasso: „Auch wenn wir mal grob einen Termin ins Auge gefasst hatten, beugen wir uns natürlich der Rechtssprechung“), so treten am Dienstag weitere Einschränkungen im Einzelhandel in Kraft.

Wir werden uns gemeinsam mit unseren Mietern den Anforderungen entsprechend aufstellen.

 Daniel Dalsasso

Unter anderem darf sich in Geschäften mit einer Fläche von mehr als 800 Quadratmetern wie beispielsweise C & A für die Fläche ab dem 800. Quadratmeter nur noch eine Person pro 20 Quadratmetern Verkaufsfläche befinden. Für Einkaufszentren ist die jeweilige Gesamtverkaufsfläche anzusetzen. Und: Durch ein abgestimmtes Einlassmanagement müssen Einkaufszentren und Geschäfte verhindern, dass es zu unnötigen Schlangenbildungen kommt. „Wir werden uns gemeinsam mit unseren Mietern den Anforderungen entsprechend aufstellen, um den Kunden das größtmögliche Gefühl der Sicherheit zu geben“, hatte Dalsasso im Vorfeld der neuen Verordnung angekündigt. Derzeit warte er noch auf den offiziellen Erlass, um sagen zu können, wie die Umsetzung konkret aussehen wird.

Kein Rahmenprogramm am Freitag

Bis dahin liegt der Fokus des Center-Managers auf dem Freitag: Am sogenannten Black Friday haben die Geschäfte im Center bis 22 Uhr geöffnet und locken mit „super Angeboten“. Auf ein Rahmenprogramm wie in den vergangenen Jahren müsse coronabedingt zwar verzichtet werden, „aber wir versuchen dennoch, unsere Kunden, vor allem in möglichen Warteschlangen, bei Laune zu halten und für ein gewisses Flair zu sorgen.“

Der Black Friday findet noch nach den alten Corona-Regeln statt.

Die Mieter unterstütze das Center an diesem Tag mit einem Warteschlangen-Management, zudem werde die Sicherheit noch einmal verstärkt. „Denn es ist ja in unserem Interesse, dass auch bei einem höheren Kundenaufkommen, das wir uns für Freitag sowie die Weihnachtszeit erhoffen, alle Regeln eingehalten werden.“ Nicht zuletzt wünsche man sich ja auch, dass die Menschen die lokalen Möglichkeiten nutzen und auch vor Ort einkaufen.

Wie die ab Dienstag geltenden Regeln umgesetzt werden, damit werden sich die betroffenen Geschäfte – außerhalb des Stern-Centers verfügen unter anderem TK Maxx, Sinn oder Euronics Berlet über mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche – nun auseinandersetzen müssen. Zuletzt wurde die Kundenanzahl in vielen Läden bereits durch verpflichtende Warenkörbe oder „Zählkarten“ gesteuert.

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