„Durchhalten“ ist das Gebot der Stunde

Corona-Notbremse: Stern-Center prüft die Möglichkeit eines Testzentrums

Auch im Stern-Center war die Kundenfrequenz sichtlich erhöht am ersten Tag des Shoppens mit Termin
+
„Durchhalten“ heißt die Parole für die Einzelhändler im Stern Center.

Durchhalten ist für die Einzelhändler im Stern-Center das Gebot der Stunde. Beim „Click and Meet“-System stellt sich schnell die Frage der Wirtschaftlichkeit, „Click and Collect“ ist planbarer.

Lüdenscheid - „Wir arbeiten daran“, sagt Daniel Dalsasso, Manager im Stern Center. Gemeinsam mit einem Partner, den er noch nicht benennen möchte, ist der Plan angestoßen worden, am Stern Center eine Teststation aufbauen zu können. Testen, negatives Ergebnis und danach unbeschwert shoppen zu gehen, könnte eine Perspektive für die Zukunft sein. „Wir haben den Platz, wir haben die Möglichkeiten, haben Toiletten, Wasser und prüfen das gerade“, sagt Daniel Dalsasso im Gespräch mit unserer Zeitung.

Bei den meisten Einzelhändlern im Stern Center sei „durchhalten“ das Gebot der Stunde. Man hoffe auf Licht am Ende des Tunnels. In den wenigen Tagen, in denen das Einkaufen möglich war, boten 42 Einzelhändler das System „Click and Meet“ an. Die Zahlen haben sich reduziert. Ende März sind es noch 14 Geschäfte, in denen „Click and Collect“ überhaupt möglich ist.

Ein Moment der Überwindung

„Click and Meet“, so die Erfahrungen, koste die Kunden einen Moment der Überwindung. „Aber das war okay. Die Kunden haben das angenommen. Gut, es war nicht optimal, aber die Möglichkeit, einkaufen zu gehen, war da“, sagt Dalsasso. „Click and Collect“ ist da eine andere Größenordnung. Dalsasso: „Das muss man von zwei Seiten sehen. Bei ,Click and Meet’ muss der Kunde einen Termin für einen zertifizierten Test bekommen. Dann muss er sich testen lassen, negativ sein und kann dann seinen Einkauf planen. Die meisten Leute haben aber an denselben Tagen frei, samstags zum Beispiel.“

Die Spontaneität sei weg, dafür der Termindruck da. Die andere Seite sei der Händler. Der müsse ja quasi das gesamte System hochfahren mit nahezu dem kompletten Personalbestand.“ Betriebs- und Personalkosten werden auf diese Weise oft höher sein als der Umsatz. Bei „Click and Collect“, so der Manager, sei vieles besser planbar und weniger personalintensiv. Außerdem sei die Möglichkeit, sich als Kunde unproblematisch testen zu lassen, ja nicht gegeben und die Termine, an denen ein Test möglich ist, überschaubar.

Schwierige Situation durch Marktverzerrung

Die Marktverzerrung, die sich durch geöffnete Türen und Tore in den Nachbarstädten ergibt, sei eine „schwierige Situation“, bewertet Daniel Dalsasso die Lage.

„Unser Center ist weiterhin von Montag bis Samstag entsprechend der individuellen Öffnungszeiten für Sie geöffnet“ wirbt beispielsweise die Einkaufs-Mall Thier Galerie in der Dortmunder Innenstadt. Dort können alle Geschäfte wie bisher „Click and Meet“ anbieten – vorausgesetzt, die Kunden verfügen über einen tagesaktuellen Corona-Schnelltest aus einem der Testzentren.

Für den Center-Manager ist das nicht das System, das zukunftssicher greift. Und negativ für die Stadt, die das nicht anbieten kann, sei das auf jeden Fall. Ob und wann sich künftig Kunden vor dem Besuch im Stern Center testen lassen können, ist noch ungewiss. Zumindest soll das potenzielle Testzentrum außerhalb der Ladenstraßen auf einer Freifläche liegen, um das Risiko einer Ansteckung bei einem positiven Befund so gering wie möglich zu halten.

Bis die Entscheidung gefallen ist, wird es weiterhin für die Händler im Stern Center heißen: Durchhalten, bis Licht ist am Ende des Tunnels.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare