Neue Visionen

So stellt sich die CDU die Stadt von morgen vor

+
Die Leiterin des Arbeitskreises „Stadtentwicklung“ der CDU Dr. Antje Heider und der neue Klimaschutzbeauftragten der Stadt, Marcus Müller, beim Treffen im Kulturhaus.

Lüdenscheid - Der Arbeitskreis Stadtentwicklung der CDU hat am Donnerstag im Kulturhaus "Die Stadt von morgen" zum Thema gemacht. Schadstofffreier Verkehr, Photovoltaikanlagen und Grünflächen sollen das Bild in Zukunft prägen. Das sind die Ideen und Hintergründe.

„Die Stadt von morgen“ – Anregungen, Ideen und Visionen – hat der Arbeitskreis Stadtentwicklung der CDU am Donnerstag im Kulturhaus zum Thema gemacht.

Als Referenten der vierten Auflage des Arbeitskreises hieß Dr. Antje Heider als dessen Leiterin Marcus Müller vom Fachdienst Umweltschutz und Freiraum, der seit Anfang des Jahres für den Klimaschutz in der Stadt zuständig ist, willkommen.

Um das Thema „Lüdenscheid: Prosperierende City – zu Lasten der Umwelt?“ drehten sich seine Ausführungen. Auch die 70er Jahre seien prosperierende Jahre in Lüdenscheid gewesen, führte Antje Heider ins Thema ein.

Mit den Bausünden der damaligen Zeit wie dem Rathaustunnel, dessen Sanierung durch den Fund von Asbest zum Stillstand gekommen sei, habe die Stadt heute zu tun. Die Frage: „War es Unkenntnis, Ignoranz oder ein anderes Umweltbewusstsein?“, stellte sie in den Raum.

Positive Entwicklungen in der Stadt und Unwägbarkeiten sprach sie an. Beispielsweise könne Prosperität, die mehr Verkehr und dadurch bedingt mehr Umweltverschmutzung mit sich bringe, auch zu Lasten der Umwelt gehen.

Mit der Einstellung von Marcus Müller als Klima- und Umweltbeauftragter habe die Stadt eine Stelle geschaffen, die sich mit genau dieser Problematik befasse. In Lüdenscheid seien „viele Leute unterwegs, die gestalten wollen“, erklärte Müller, der zuvor bei der EnergieAgentur.NRW als Klimanetzwerker tätig war.

Es sei ein Novum, das eine Stadt eine unbefristete Klimaschutzstelle geschaffen habe. „Das Thema ist nur nachhaltig zu betreiben, wenn man dauerhaft in einer Kommune bleibt.“ Die Biene sei Synonym dafür, „dass es so nicht weitergehen kann.“

Raubbau an der Natur, Klimaerwärmung und Kohlenstoffdioxid-Anstieg sprach Müller an. „In Lüdenscheid wollen viele Menschen das Thema ändern“, lobte er.

Unter anderem sei Lüdenscheid eine von sechs nordrhein-westfälischen Kommunen, die sich am Projekt „Climate Smart Municipalities“ mit dem US-Bundesstaat Minnesota beteilige. Die Herausforderung bestehe darin, die Stadt von gestern in die Stadt von morgen zu verwandeln.

Auf kompaktes Wohnen und Sparen von Flächen, ein grünes Umfeld, Platz für Begegnungen, schadstofffreien Verkehr und schonenden Umgang mit Ressourcen als Merkmale der Stadt von morgen ging er ein. „Photovoltaik auf Dächern sollte es überall geben bei Neubauten“, betonte Müller.

Auf Zukunftsvisionen in anderen Städten – darunter einen Architektenentwurf für Paris im Jahr 2050 – machte er aufmerksam. Viele Städte seien in puncto Nachhaltigkeit unterwegs. „Man muss mehr Mut zeigen, Dinge auch anders zu machen“, forderte der neue Klimaschutzbeauftragte der Stadt.

Experimentierräume zu schaffen, regte er an. „Wir müssen unsere Bequemlichkeit, die wir uns antrainiert haben, wieder loswerden.“

Konkret laufe derzeit beispielsweise eine Bewerbung der Stadt beim Projekt „Global Nachhaltige Kommune“ mit dem Ziel, ein integriertes Nachhaltigkeitskonzept zu erstellen. „Wer Visionen hat, hat die Zukunft im Blick.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare