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Todesfall auf Steinert Kirmes: Veranstalter äußert sich - so geht es weiter

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Von: Leon Malte Cilsik

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Nach dem tödlichen Schuss auf der Steinert Kirmes in Lüdenscheid haben sich die Veranstalter zu Wort gemeldet. So soll es mit dem Volksfest weitergehen.

Lüdenscheid - Nachdem am Eröffnungstag der Steinert Kirmes in Lüdenscheid ein Mann erschossen wurde, meldeten sich am Montag die Veranstalter zu Wort. In einer Stellungnahme auf Facebook zeigen sie sich zutiefst betroffen, beschreiben aber auch, wie die Feierlichkeiten nun fortgesetzt werden.

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Steinert Kirmes in Lüdenscheid: Veranstalter äußert sich zu Todesfall - so geht es weiter

„Am Samstag Abend kam es laut Medienberichten vor dem Eingang zum Festgelände zuerst zu einem Streit und daraufhin zu einer folgenschweren, körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Jugendlichen und einer sechsköpfige Gruppe. Als der Jugendliche die Gruppe zusammen mit seinem Vater zur Rede stellen wollte, flohen die Männer und schossen mit einer scharfen Schusswaffe und einer Schreckschusspistole in Richtung des Jugendlichen. Dabei wurde ein weiterer, sich in der Nähe aufhaltender Mann, durch ein Projektil getroffen und verstarb später an seinen Verletzungen im Krankenhaus. Wir als Veranstalter bedauern diesen Vorfall zutiefst und bekunden allen Beteiligten und vor allem den Angehörigen des Verstorbenen größte Anteilnahme“, heißt es.

Grund für die erst am Montag erfolgte Stellungnahme sei die für alle Beteiligten unübersichtliche Informationslage rund um den tödlichen Schuss auf der Steinert Kirmes in Lüdenscheid gewesen: „Über das gesamte Wochenende wurden wir von keiner offiziellen Seite über den Vorfall und die Geschehnisse sowie die Hintergründe informiert. Alle uns vorliegenden Informationen konnten auch wir ausschließlich der Presse entnehmen, was uns den Umgang mit der Situation in allen Bereichen zusätzlich erschwert hat.“

Nach Todesfall auf Steinert Kirmes in Lüdenscheid: Veranstalter stockt Sicherheitspersonal auf

„Uns liegt es besonders daran solche gewaltsamen Vorfälle jeglicher Art zu unterbinden. Vor der Veranstaltung werden deshalb strenge Sicherheitskonzepte erarbeitet um solche Fälle nach Möglichkeit schon im Vorfeld zu vermeiden. Um allen Kirmesbesuchern weiterhin einen möglichst unbeschwerten Kirmesbesuch zu erlauben, haben wir als Veranstalter das Sicherheitspersonal nachträglich aufgestockt, sodass solche Auseinandersetzungen noch besser und schneller erkannt und frühzeitig unterbunden werden können“, teilten die Veranstalter der Steinert Kirmes mit.

Auf der Steinert Kirmes in Lüdenscheid wurde ein Mann erschossen.
Auf der Steinert Kirmes in Lüdenscheid wurde ein Mann erschossen. © Markus Klümper

„Gewalttaten haben auf einer Kirmes, einem Fest das Ablenkung, Freude und Spaß vermitteln soll überhaupt nichts verloren! Die Steinert Kirmes ist bekannt als eine Veranstaltung für die ganze Familie und wir werden alles daran setzen, das dies auch so bleibt. Jegliche, vor allem gewaltsame Auseinandersetzungen können und wollen wir nicht dulden“, heißt es weiter.

Trotz des Vorfalls und der fortan erhöhten Sicherheitsmaßnahmen zeigen sich die Veranstalter optimistisch für die verbleibenden Tage der Kirmes in Lüdenscheid: „In Gedanken an diesen tragischen Vorfall zum Kirmesstart und mit der Erweiterung unseres Sicherheitskonzeptes sind wir davon überzeugt auch die Steinert Kirmes 2022, wie in den vergangenen Jahren, friedlich zu Ende bringen zu können um allen Besuchern nach zweijähriger Pause ein paar schöne, unbeschwerte Stunden auf der Kirmes zu bescheren.“

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