Werkstatt unter Wasser - „Alibi-Gully reicht nicht“

Feuerwehreinsatz am Samstagabend vor und in der Meisterwerkstatt für Möbelrestauration von Stefan Claus an der Platehofstraße 35. Zum wiederholten Mal fasste die Kanalisation das Wasser nicht.

Brüninghausen - Erst im Juni des vergangenen Jahres nach dem Sturm Ella stand Stefan Claus’ Werkstatt an der Platehofstraße unter Wasser. Jetzt ist es wieder passiert. „Ein Alibi-Gully reicht halt nicht“, sagt er.

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Am Samstagabend sammelten sich die Wassermassen vor seinem Gebäude und drangen in die Räume ein. Wenn es in diesen Mengen regnet, läuft das Wasser von den angrenzenden Grundstücken der Firma Kempmann, dem Neubaugebiet und auch von der Straße Pferdekamp neben der Brüninghauser Halle über die Platehofstraße auf sein Firmengelände zu und staut sich dort. „Das kann doch auf Dauer nicht so bleiben. Noch ist meine Schadensabwicklung vom Juni des vergangenen Jahres nicht abgeschlossen, da habe ich schon den nächsten Schaden vor der Brust.“ Das Wort „Jahrhundertereignis“, das anfangs mal gebraucht worden sei, treffe ja wohl angesichts der Häufung der Unweter nicht mehr zu.

Stefan Claus ist Tischlermeister und geprüfter Restaurator und mit seiner Meisterwerkstatt für Möbelrestaurierung bereits seit zwölf Jahren in Brüninghausen. Die versiegelte Fläche rundherum habe sich seitdem vergrößert. „Die wenigen Abflüsse reichen dafür nicht aus. Ich habe schon vorgeschlagen, die Wiesenfläche schräg gegenüber der Brüninghauser Halle zu nutzen und dort eine Abflussmöglichkeit zu schaffen. Aber man hat mir beim SEL gesagt, das gehe nicht.“ Außerdem gehe die Straße demnächst an Straßen NRW über. „Jedenfalls habe ich keine Lust, hier jedes Jahr abzusaufen.“

Ein dickes Dankeschön sendet Stefan Claus an den Löschzug Brüninhausen. „Die Einsatzkräfte waren erst bei einem Unfall auf der Autobahn und haben mir dann geholfen. Das war toll.“

Von Martin Messy

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