Sparvorschläge

Statt Grundsteuer-Erhöhung: AfL für Schließung städtischer Museen

Lüdenscheid - Die Eingabefrist ist abgelaufen. Doch die Diskussion über die Erhöhung des Hebesatzes für die Grundsteuer B um zunächst 61 Prozent hält an. Als erste der im Rat vertretenen Parteien macht jetzt die Alternative für Lüdenscheid (AfL) einen konkreten Vorschlag, wie der Hebesatz beibehalten werden könne. AfL-Vorsitzender Peter Oettinghaus: „Nach langer Diskussion in unserer Fraktion fordern wir, dass mindestens eine städtische Einrichtung auf Dauer geschlossen wird. Wir favorisieren die Städtischen Museen.“

Nach AfL-Meinung solle ein Teil der Museen „auf ein Heimatmuseum abgestuft“ und als solches geführt werden. Oettinghaus: „Die Galerie ist jetzt schon in privater Trägerschaft. Das Heimatmuseum kann dann in Bürgerregie weitergeführt werden.“ Die Verwaltung müsse genau ausrechnen, wie hoch die Kostenersparnis im Falle einer Schließung ausfalle.

Sollte der Spareffekt nicht ausreichen, befürwortet Oettinghaus zusätzlich auch die Schließung der Stadtbücherei „beziehungsweise die Umwandlung in eine private Trägerschaft“. In anderen Städten hätten sich schon Bürgervereine gegründet, so der AfL-Chef. „Die Stadtbücherei könnte zu Anfang erst einmal der VHS angegliedert werden, damit der Bücherbestand zum Beispiel für Deutschkurse genutzt werden kann.“ Die Datenträger könnten den Lüdenscheider Schulen zur Verfügung gestellt werden. Für die Nutzung des Bücherei-Kinos oder der Säle sei ein Vermietungsmodell denkbar.

Mit diesen Ideen können nach Überzeugung der AfL weitere Steuererhöhungen vermieden werden. Peter Oettinghaus: „Wir wissen, dass wir uns vor einigen Jahren gegen eine Schließung städtischer Einrichtungen gewandt haben.“ Aber den „exorbitanten Belastungen der Bürger“ könne man nicht tatenlos zusehen, sagt der AfL-Chef im LN-Gespräch.

Davon hänge auch das Votum am 7. März ab. „In der vorliegenden Form werden wir dem städtischen Haushalt nicht zustimmen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare