Lüdenscheider werden für Mikrozensus befragt

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Symbolfoto

Lüdenscheid - Auch in diesem Jahr werden sich wieder einige Lüdenscheider einem Interview des Statistischen Landesamtes Information und Technik (IT.NRW) stellen müssen. Mit der Sammlung persönlicher Daten erstellt das Landesamt ein Bild zur Situation der Gesellschaft in NRW.

Wie steht es um Alleinerziehende? Wie entwickeln sich Teilzeitbeschäftigungen und befristete Arbeitsverhältnisse? Diese Fragen sind nach Auskünften von IT.NRW ebenso von Interesse wie etwa die Wohnsituation älterer Menschen oder die Ausbildung der Bevölkerung.

Abgefragt werden persönliche Merkmale wie Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Schulbesuch, Erwerbstätigkeit und Altersvorsorge. Rund 76000 Haushalte werden in NRW jährlich befragt.

Neue Stichprobengrundlage - andere Haushalte in der Pflicht

In 2016 wird diese Befragung auf eine neue Basis umgestellt. „Die neue Stichprobengrundlage basiert auf den Ergebnissen des Zensus 2011. Aus diesem Grund werden in diesem Jahr alle ausgewählten Haushalte erstmalig befragt“, heißt es.

Die Internetseite von IT.NRW gibt Aufschluss darüber, wie viele Haushalte in Lüdenscheid befragt werden. Im Januar sollen es in vier Bezirken etwa 28 Haushalte sein. Die durchschnittliche Zahl je Bezirk liegt bei sieben Haushalten. Und auch in den weiteren Monaten des Jahres werden Lüdenscheider Haushalte befragt: 56 im Februar, 7 im März, 35 im April, 77 im Mai, 21 im Juni, 14 im Juli, 21 im August, 35 im September, 28 im Oktober, 14 im November und 14 im Dezember.

Datenschutz bleibt gewährleistet

NRW-weit setzt der Landesbetrieb 350 Interviewer ein. Diese kündigen ihren Besuch schriftlich an und legitimieren sich durch einen Ausweis. „Um Datenschutz und statistische Geheimhaltung zu gewährleisten, sind sie zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet“, versprechen die Verantwortlichen.

Für den überwiegenden Teil der Fragen besteht eine Auskunftspflicht. Bei der Beantwortung der Fragen auf freiwilliger Basis hoffen die Statistiker auf hohe Beteiligung. Das Landesamt weist darauf hin, dass die Ergebnisse Basis für politische und wirtschaftliche Entscheidungen sind.

Die Haushalte können den Fragebogen auch selbst ausfüllen und per Post zurücksenden. Der Mikrozensus wird seit 1957 jedes Jahr bei einem Prozent aller Haushalte im Bundesgebiet durchgeführt. Nach einem mathematischen Zufallsverfahren werden Straßen und Gebäude ausgewählt. Die Haushalte werden bis zu viermal in fünf aufeinander folgenden Jahren befragt.

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