SPD in den Startlöchern

Der Bürgermeister und der Stadtverbandsvorsitzende mit den Kandidaten der SPD.

LÜDENSCHEID - Die Kommunalwahl im nächsten Jahr wird auch über die Zukunft von Bürgermeister Dieter Dzewas entscheiden. Mit dieser Nachricht, die am Mittwoch auch bereits in den LN nachzulesen war, überraschte das Stadtoberhaupt die Mitglieder der Lüdenscheider SPD am Dienstagabend.

Eigentlich waren die Genossen zu ihrer Wahlkreisdelegiertenkonferenz im Willy-Brandt-Haus zusammengekommen, um die Direktkandidaten aus den vier Ortsvereinen für die insgesamt 24 Wahlkreise zu bestimmen. Dass aus dem Urnengang nun auch eine vorgezogene Bürgermeisterwahl wird, darüber hatte Bürgermeister Dzewas zunächst die Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat und dann die eigene Partei informiert.

„Mit 58 Jahren fühle ich mich noch fit genug für eine weitere Amtszeit“, erklärte Dzewas. Zudem könne der reguläre Wahltermin dazu genutzt werden, um eine fünfstellige Summe im Haushalt einzusparen.

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Zuvor hatte Gordan Dudas als Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes die Sitzung eröffnet und den komplizierten Mechanismus aus Quote und Proporz erklärt, der zur Aufstellung der Kandidatenliste geführt hat. Alle stimmberechtigten Mitglieder konnten entweder über die komplette Liste abstimmen oder aber die einzelnen Kandidaten mit einem positiven oder negativen Votum versehen. Auch eine Enthaltung war möglich.

Am Ende wählte die Versammlung folgende Direktkandidaten: Nicole Schulte (Altstadt/Innenstadt/Hasley), Michael Thielicke (Nördliche Altstadt/Bahnhof), Steffen Kriegel (Tinsberg/Kluse), Dirk Franke (Worthhagen/Vogelberg), Karin Hertes (Eichholz/Horringhausen), Barbara Tünsmeyer (Loh/Schlittenbach), Fabian Ferber (Kalve/Berliner Straße), Lothar Hellwig (Honsel), Güner Cebir (Staberg/Schützenstraße/Goseberg), Gordan Dudas (Wefelshohl/Höh), Evangelia Kasdanastassi (Südstraße/Freiherr-vom-Stein-Straße), Jan Eggermann (Ramsberg/Mintenbeck/Neuenhof), Sandra Manß (Weststraße/östl. Oeneking), Harald Metzger (Oeneking/Stüttinghausen), Ingo Diller (Grünewald/Rahmedestraße), Verena Szermerski-Kasperek (Frankenplatz/Stadtpark), Ramona Ullrich (Raithelplatz/Schumannstraße), Linda Engels (Buckesfeld/Oberlösenbach), Philipp Siewert (Hohe Steinert/ Ober. Wehberg), Bernd Schildknecht (Unterer Wehberg/Gevelndorf), Heide-Marie Skorupa (Brügge/Untere Lösenbach), Marcus Gawlik (Bierbaum/Pierpersloh/Verse), Jens Voß (Leifringhausen/Augustenthal) und Rolf Breucker (Freisenberg/Rathmecke/Dickenberg). Zusammen mit der Reserveliste verfügt der SPD-Stadtverband über 44 Kandidaten.

„Wir gehen als Team in den Wahlkampf, um den Bürgermeister zu unterstützen und für die SPD ein hervorragendes Ergebnis zu erzielen“, betonte Gordan Dudas. Um für das kommende Wahlprogramm die größtmögliche Akzeptanz zu erreichen, haben die Sozialdemokraten in den vergangenen Wochen mehrere Perspektivforen organisiert.

„Das Programm soll nicht, wie in der Vergangenheit, durch eine Kommission beschlossen, sondern mit den Bürgern diskutiert werden“, sagte Gordan Dudas. Obwohl der Start recht dürftig verlaufen sei, sei die Resonanz auf die Foren immer besser geworden.

Das vierte Perspektivforum des SPD-Stadtverbandes, das die Reihe auch abschließen soll, findet am Samstag, 9. November, zwischen 10 und 13 Uhr im Restaurant am Nattenberg statt. Dort soll es dann unter dem Motto „Lernen statt Pauken“, „Mitreden statt Meckern“ und „WLAN (Stadt)/Breitband (Land)“ um die Themen Bildung, Bürgerbeteiligung und die digitale Vernetzung gehen.

„Ich möchte als Fast-Fazit von einem Erfolg sprechen und wir tun gut daran, wenn wir diesen Weg auch in Zukunft fortsetzen“, sagte Gordan Dudas. Nach weniger als einer Stunde war die Sitzung der Wahlkreisdelegiertenkonferenz beendet: „Ein Rekord“, so der Vorsitzende. Vielleicht lag es auch am einsetzenden Schneeregen und der Fußballübertragung. - jw

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