Geschichtliches Forum mit Luftkrieg und Arrestzellen

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Dr. Dietmar Simon und Professor Dr. Günter Spies stellten das Programm vor. -

LÜDENSCHEID - „Was kaum jemand weiß, ist, dass schon vor 100 Jahren italienische Wanderarbeiter im Märkischen Kreis waren. Sie haben hier Talsperren oder auch Bahngleise gebaut.“ Dr. Dietmar Simon macht Appetit auf die erste Veranstaltung im Rahmen des Geschichtlichen Forums.

Am Donnerstag, 17. Januar, bietet der Geschichts- und Heimatverein das Forum unter dem Titel „Italienische Wanderarbeiter im Raum Lüdenscheid um 1900“ noch einmal in Verbindung mit der Ausstellung „Wir hier“ im Glasbau des Geschichtsmuseums an der Sauerfelder Straße an. Beginn ist um 17.30 Uhr. Daran anschließen wird sich der traditionelle Neujahrsempfang.

Mit dem GHV-Forum am 7. März zieht der Geschichtsverein wieder an die alte Wirkungsstätte im Saal der Stadtbücherei zurück. Dann referiert der Lüdenscheider Edgar Schlimm über den „Luftkrieg über Lüdenscheid – eine Spurensuche“. Der Referent sei Archäologe und beschäftige sich mit den Überresten von Flugzeugabstürzen, so Simon und Professor Günter Spies bei der Vorstellung des Programms in der Stadtbücherei. Im Mittelpunkt der Veranstaltung am 11. April steht der langwierige Bau der Volmetalbahn und einer Stichbahn nach Lüdenscheid. Referieren wird Professor Dr. Gerhard E. Solbach aus Dortmund. „Ein aktuelles Thema, da ja derzeit über die Reaktivierung der Bahn diskutiert wird“, so Simon. Lüdenscheids Museumsleiter Dr. Eckhard Trox spricht am 16. Mai über die Arrestzellen der Lüdenscheider Polizei im alten Rathaus. Das Leben, die Flucht und der Tod des kommunistischen Funktionärs Werner Kowalski beendet die Vortragsreihe im ersten Halbjahr. Hier referiert Dr. Dietmar Simon. Sofern nicht anders angegeben, beginnen die kostenlosen geschichtlichen Foren um 17.30 Uhr in der Stadtbücherei.

Mehr als zehn Jahre bietet der Geschichts- und Heimatverein mittlerweile die Foren mit ständig wechselnden Themen an. Das Interesse an den Diskussionsrunden nimmt dabei stetig zu. Reichte man anfangs mit Räumlichkeiten in der Medardus-Schule, so zog man bald um in das Stadtarchiv und von dort aus in den Saal der Bücherei, um allen Gästen Platz bieten zu können. Die jüngsten Vorträge in Zusammenarbeit mit der Migrationsausstellung „Wir hier“ lockte an die 60 Gäste in das Foyer der Museen. - rudi

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