Schnelltest nicht älter als 48 Stunden

Start der Außengastronomien im MK: Zwischen Vorfreude und Abwarten

außengastro luedenscheid
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Nihad Kumalic vom Alten Capitol in der Oberstadt bereitet alles für die Öffnung seiner Außengastronomie vor.

Den fünften Werktag in Folge bleibt der Märkische Kreis unter einer Sieben-Tages-Inzidenz von 100. Das hat konkrete Folgen. Denn damit dürfen die Gastronomen am Pfingstsonntag ihre Außengastronomie für Gäste mit gültigem Testergebnis, für vollständig Geimpfte und für Genesene öffnen. Der Schnelltest darf dabei nicht älter als 48 Stunden sein.

Lüdenscheid – Definitiv geöffnet, so hieß es seitens der Stadtverwaltung, werden am kommenden Mittwoch sowohl die Museen der Stadt als auch die Stadtbücherei. Allerdings: Unter welchen Voraussetzungen und mit welcher „Eintrittskarte“, wird erst am Dienstag nächster Woche final im Krisenstab abgeklärt.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl 72.313 (Stand: 31.12.2019)

Noch überhaupt kein Öffnungstermin ist dagegen laut Stadt-Pressesprecher Sven Prillwitz für den Freibadbereich des Familienbades Nattenberg abzusehen.

Start der Außengastronomien im MK: Viele Vorbereitungen zu treffen

„Wir haben sehr viele Vorbereitungen zu treffen“, sagt Burim Hajzeri, einer der Inhaber des Wirtshauses Zum Schwejk. Deshalb habe man sich dazu entschlossen, das Lokal am Kirchplatz erst am 1. Juni für die Außenbewirtung wieder zu öffnen.

Im Restaurant Heerwiese hat man den Start für den 4. Juni anvisiert. „Wir haben die Zeit des Lockdowns genutzt, den Außenbereich komplett neu zu gestalten, in der nächsten Woche wird zusätzlich noch ein rutschfester Belag im Bereich der Treppe aufgebracht“, sagt Restaurantchef Marcus Kaufmann. Das Hygienekonzept stehe natürlich, gleichzeitig müssten aber seine Mitarbeiter gebrieft werden, es gebe allerlei an Vorgaben zu beachten. „Und dann haben wir auch den Wetterbericht in die Planung mit einbezogen. Da erschien uns das Datum direkt nach dem Feiertag für eine Öffnung ideal. Wir bieten den Gästen eine extra geschriebene Terrassenkarte, gekoppelt an das bisherige Takeaway-Angebot.“

Auf das Prinzip Selbstbedienung setzen Christiana „Nanni“ Lange und Jürgen Wigginghaus. Der Biergarten vor ihrer Gaststätte Nanni’s Kirchhahn sei zu Pfingsten sonntags und montags geöffnet, wer vorbeikommt, bestellt Speisen und Getränke an der Theke im Außenbereich. Bier und Schnitzel können dann im Biergarten verzehrt werden, unter Beachtung der erforderlichen Abstandsregeln. „Es wird also keinen Kellner geben, der einem etwas bringt“, sagt Jürgen Wigginghaus. Essen und trinken könne aber im Grunde jeder Gast, sofern er die Vorgaben erfüllt, entweder geimpft, genesen oder getestet ist.

Beim italienischen Restaurant La Gondola geht Besitzer Lazaros Palestidis nach der Wetterlage. „Wenn wir am Sonntag gutes Wetter haben, werden wir auch öffnen. Ansonsten warten wir bis Dienstag“, sagt der Gastronom. „Wir haben unsere 20 Tische im Außenbereich hergerichtet und sind auch startbereit.“ La Gondola bietet sowohl Eis als auch die klassische italienische Küche mit Pizza und Pasta aller Art an.

Start der Außengastronomien im MK: Angst vor „Diskussionen ohne Ende“

„Wir freuen uns auf die positive Veränderung, dass Öffnung wieder möglich ist. Aber die Auflagen und die unbeständigen Wetterverhältnisse machen es nicht einfach“, sagt Marc Tegtmeyer, Vorsitzender des Gastro-Vereins. Diese Stimmung spüre er in Gesprächen.

„Nur außen, das bringt’s halt nicht“, sagt Dominic Bucci vom „Castello“ auf dem Loh. Sonntag öffne man definitiv nicht, und auch für die Woche sei Regen angekündigt. „Wir werden wahrscheinlich spontan entscheiden.“ Er hätte es besser gefunden, den Öffnungsschritt erst ab Inzidenz 50 einzuleiten – „dann aber für die komplette Gastronomie – innen und außen.“

Für Frank Hulla (Graf’s Galerie) sprechen das Wetter und die Angst vor „Diskussionen ohne Ende“ gegen eine Öffnung der Außengastronomie auf dem Engelbert-Platz. „Wir lassen es sich einpendeln. Ob ich jetzt zwei Wochen mehr zu habe oder nicht, ist egal.“ Nachbar Georgios Iliadis (Palia Poli) wartet auch auf besseres Wetter. Da er liefert, muss er den Betrieb nicht eigens hochfahren, das hilft bei spontanen Entscheidungen. Tische zusammenschrauben, Stühle aus dem Keller holen, alles aufstellen: „In drei Stunden wären wir fertig.“

Ganz so schnell wird es bei Rocky Della Fera im L’Aperitivo am Rosengarten nicht gehen. „Ich würde gerne am Wochenende öffnen, aber zuerst lasse ich meine Terrasse um 50 Quadratmeter vergrößern.“ Die Bauarbeiten beginnen am Dienstag und sollen etwa eine Woche dauern, sagt der Gastwirt.

Arnd Nitsch hat seine Möbel bereits gereinigt und auf der Terrasse vor seinem Lottoladen am Sternplatz gestapelt. „Aber ich warte erstmal ab, wie das Wetter wird und wann ich das Okay von der Stadt kriege.“

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