Starkregen mitten im Baustellen-Engpass

LÜDENSCHEID ▪ „Das war schon heftig. Da schwammen sogar tote Ratten über die Straße“, erinnert sich ein ATU-Mitarbeiter an die kurzfristige Überflutung der Altenaer Straße am Montag gegen 18 Uhr unterhalb der Kanalbaustelle Schafsbrücke (wir berichteten).

Schwere Schäden verursachte der Starkregen nicht. Der Zeitpunkt des geballten Niederschlags hätte aber ungünstiger nicht sein können, wie Günter Fromme vom Stadtentwässerungsbetrieb Lüdenscheid auf LN-Anfrage mitteilte. „Wir befinden uns in der Baustelle gerade in einer Zwischenphase zwischen Alt und Neu. Da gibt es schon einmal kritische Phasen, in denen der Durchfluss nicht dauerhaft gegeben ist. Dadurch kommt es zu Engpässen und es kann durch Rückstauungen zu Überflutungen kommen.“

Der SEL wolle die Situation entschärfen, in dem die Wasserführung geändert wird. Das werde voraussichtlich in einer Woche umgesetzt werden können. Ansonsten seien übersprudelnde Gullys, die die Regenmassen nicht mehr aufnehmen können, nicht dauerhaft vermeidbar. „Standard ist die Annahme eines einjährigen Regenereignisses, an dem die Kanäle volllaufen. Danach werden die Kanäle verlegt. Wir können die Rohre nicht auf unendlich bemessen, das wäre nicht bezahlbar“, sagt Fromme. 21,6 Liter Wasser pro Quadratmeter fielen in kurzer Zeit nach Angaben den Deutsche Wetterdienstes. „Nicht viel im Gegensatz zu anderen Regionen. Da waren es bis zu 50“, erklärte ein Sprecher.

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