Schließung fast aller Geschäfte

Standpunkt: Lassen wir Händler und Gastronomen nicht im Stich

Ein Kommentar von Jan Schmitz

Lüdenscheid - Die Schließung fast aller Geschäfte ist zur Eindämmung des Coronavirus notwendig. Viele Händlern und Gastronomen stehen vor dem Aus. Das kann jeder einzelne tun. Auch von zuhause aus. 

Ein Kommentar von Jan Schmitz

Die einschneidenden Einschränkungen des Lebens, wie wir es kennen, sind unumgänglich. Emotional zu verarbeiten sind sie in dem dramatischen Tempo, in dem immer neue Verschärfungen beschlossen werden, nicht. Die meisten erwarten nicht mehr das Beste, sondern das Schlimmste.

Die Coronakrise wird unser Leben verändern

Dabei ist Optimismus gerade in diesen düsteren Tagen wichtig; eine Perspektive, die Hoffnung gibt, unerlässlich. Die Coronakrise verlangt uns alles ab. Sie wird unser Leben verändern und auch unser Zusammenleben – aber es geht auch danach weiter. 

Es ist die Frage, welcher Einzelhändler, Gastronom und Hotelier in Lüdenscheid noch existiert, wenn er sein Geschäft, Lokal, Kino, Bar, Tanzschule, Restaurant oder Hotel bis mindestens Ostern schließen muss. 

An der Corona-Maßnahmen hängen reale Existenzen

Wem von jetzt auf gleich fast alle Einnahmen wegbrechen, dem laufen die Kosten davon. Es ist kein Geheimnis, dass an den Entscheidungen der Bundes-, der Landesregierung und der Stadt Lüdenscheid ganz reale Existenzen hängen. 

Es trifft zuerst die, die eine Stadt wie Lüdenscheid lebenswert machen

Es trifft zuerst die Branchen und Händler, die eine Stadt wie Lüdenscheid lebenswert machen. Verschwinden sie aus dem Stadtbild, verschwindet ein Stück Lebens- und Aufenthaltsqualität. In der aktuellen Situation ist das gewollt. Es soll ja eben keinen Anreiz geben, das Haus zu verlassen. 

Zeigen wir uns solidarisch mit denen, die durch Corona vor dem wirtschaftlichen Aus stehen

Wir sind alle dazu aufgerufen, uns solidarisch mit denen zu zeigen, die durch die Pandemie und die daraus folgenden Maßnahmen in Not geraten. Derzeit sind es vor allem die Händler und Gastronomen, die ihre Öffnungszeiten einschränken oder ganz schließen müssen. Was kann jeder einzelne tun? 

Drei Tipps, wie Sie Ihrem Händler oder Gastronom des Vertrauens helfen können

Nutzen Sie Ihre freie Zeit, um von zuhause weiter einzukaufen. Nicht bei Amazon, sondern im örtlichen Handel. Nur Umsatz sichert jetzt das Überleben. 

  • Ziehen Sie den Kauf von Geburtstags- und Weihnachtsgeschenken vor! Ordern Sie Einkaufs-, Restaurant-, Kurs-, Kino- und Hotelgutscheine und bezahlen sie sofort. Dazu müssen Sie nicht ins Geschäft. Per Telefon oder E-Mail sind viele Anbieter erreichbar. Man wird Ihnen eine bargeldlose Bezahlmöglichkeit nennen. 
  • Die ersten Händler haben Lieferservices eingerichtet. Das beschränkt sich nicht nur auf die Gastronomie. Viele Geschäfte verfügen über eigene Internetshops. Nutzen Sie die lokalen Anbieter – wo immer es eine Alternative zu den internationalen Onlinehändlern gibt.
  • Bestellen Sie Ihr Mittag- oder Abendessen bei den liefernden Restaurants und Imbissen der Stadt und lassen Sie sich frei Haus verwöhnen. Damit halten nicht nur die in vielen Haushalten angelegten Vorräte länger, Sie tun auch noch etwas für ihren Lieblingsitaliener oder -griechen, sichern Arbeitsplätze und bewahren im besten Fall ein großes Stück Lebensqualität unserer Stadt für die Zeit nach der Krise.

Alle Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen für den Märkischen Kreis lesen Sie hier im Newsticker.

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