Selfies mit den Fans

Matze Knop: Zwischen Klopp und Bohlen

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Matze Knop als „Supa Richie“ im Kulturhaus.

Lüdenscheid - Natürlich kam er zu uns „gefliecht“, unser „Supa Richie“, jene prollige Comic-Figur aus den 90er-Jahren, mit der der Comedian Matze Knop bekannt wurde. Am Dienstagabend landete er auf der Kulturhausbühne. Zunächst allerdings im schmucken roten Anzug. Immerhin wollte er auf „dicke Hose“ machen – so der Name des Programms.

Mit dabei: Jede Menge technischer Aufwand. Denn immerhin ist der Comedian vor allem für seine Parodien bekannt. Und wer will schon stundenlang darauf warten, bis aus Matze Knop in der Maske ein perfekter Beckenbauer oder Bohlen wird. Also wurden die vorab kopierten Promis auf eine Leinwand verlegt. Doch während bei anderen Comedians Videoeinspieler eher als Programmfüller wahrgenommen werden, interagierte Knop mit Stoiber, Bohlen, Calmund und Co.

Was man an dem gebürtigen Lippstädter lieber mag, bleibt jedem im bestens gefüllten Kulturhaus selbst überlassen. Die einen amüsierten sich prächtig, wenn Knop den „Kloppo“ gibt, die anderen waren eher von der Stand-up-Comedy begeistert. Schnell wurden kreuz und quer durchs Publikum die Opel-Astra-Fahrer, Rentner, der Herr ohne Ahnung und die Bayern-Fans aufs Korn genommen. Und nicht zu vergessen Marlies aus Breckerfeld, für die Matze Knop am Ende ein hinreißendes Liebeslied sang.

Große Kulisse in #Lüdenscheid 󾌸 Danke an ein super sympathisches Publikum 󾌸󾌸Nächste Show 27.2. #Meschede www.matzeknop.deWie hat es Euch gefallen ?#DickeHose

Posted by Matze Knop on Dienstag, 23. Februar 2016

Aus dem Comic-„Supa Richie“ ist ein erwachsener Allrounder geworden, einer der ohne Pause quatscht, der auf nette Art sein Publikum hochnimmt, der durchaus singen kann und es versteht, seine Fans gut zwei Stunden zu unterhalten. Man sieht’s ihm nach, dass die eine oder andere Pointe gebraucht oder aus einer niveaulosen Schublade war.

Matze Knop im Kulturhaus Lüdenscheid

Der Zugabe – einer Mischung aus Darth Vader und Franz Beckenbauer – folgte „Matze hautnah“ im Foyer. Autogramme schreiben, Selfies – die Fans standen Schlange. Das unterscheidet den Lippstädter von den ganz Großen im Geschäft. Die kommen, spielen – und sind wieder weg. Bleibt zu hoffen, dass er diesen sympathischen Zug beibehält.

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