Zum Flohmarkt am Sonntag Malerplane mitbringen

+
Abschlussbesprechung für Dierk Gelhausen, Martin Haase, Arno Seltmann, Günter Isemeyer und Volker von Rüden.

Lüdenscheid - „Helene Fischer kommt mit zwei Metern Trödel.“ Flohmarkt-Organisator Günter Isemeyer geht allerdings nicht davon aus, dass es die bundesweit bekannte Künstlerin ist, die am Sonntag beim größten Flohmarkt des Sauerlands überschüssigen Hausrat verramscht. Bei der Anmeldung werde es sich eher um eine Namensgleichheit handeln.

Im Übrigen sind die Eckdaten die selben wie auch bei den 37 Flohmärkten zuvor. Bis auf Restplätze ist die Innenstadt samt Hoch- und Werdohler Straße ausgebucht. Einschließlich des Kindertrödels in der Altstadt dürften es wieder etwa 400 Stände sein. Neuware soll Nischenprodukt bleiben, um den familiären Charakter des zweiten Teils des Stadtfestes zu bewahren.

Natürlich „scheint ab 11 Uhr die Sonne“, aber zumindest die erfahrenen Trödler dürften auf das ritualisierte Versprechen nicht hereinfallen. Und etwas kleinlaut empfiehlt Isemeyer im Nachsatz, „besser ein bisschen Malerplane mitzubringen.“

Zusammen mit Isemeyer und Arno Seltmannn kümmern sich am Sonntag rund 20 Ordner darum, dass die Spielregeln eingehalten werden – zum Beispiel darum, dass vor 6 Uhr nicht aufgebaut wird, die Rettungswege unbedingt freibleiben und dass kurzfristig geräumt werden kann. Um 20 Uhr ist definitiv Schluss, dann kommt der STL zum Reinigen. Bis 18 Uhr sollen die Trödler ihre Stände aber offenhalten.

Einen wachen Blick werden die Ordner auch auf den Kinderflohmarkt in der Altstadt und auf dem Graf-Engelbert-Platz haben. Dort können die kleinen Trödler ihre Decken ausbreiten, Spielwaren tauschen und ein bisschen zusätzliches Taschengeld verdienen. Für erwachsene Händler ist der Kinderflohmarkt tabu, macht Seltmann noch einmal klar. Und es bestehe auch kein Anlass, mit den Kindern in aller Herrgottsfrühe aufzutauchen. Ausgeschlafen mache ihnen der Flohmarkt mehr Spaß, zudem bestehe nicht die Gefahr, dass Profis ihnen im Halbschlaf wertvolle Waren für Spottpreise abhandeln.

Mithilfe erhoffen sich die Veranstalter von ihren Stammkunden, die immerhin 50 Prozent der Händler ausmachen. Wenn sie die Neuen unterstützten, klappe alles meist reibungslos.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare