Städtische Dienstreisen: Bus oder Bahn erste Wahl

Seit April stellen die Stadtwerke den Mitarbeitern der Stadt ein Elektroauto für Dienstfahrten zur Verfügung.

LÜDENSCHEID - Unter Klimaschutzaspekten war die jüngste Dienstreise von Stadtpressesprecher Wolfgang Löhn in die belgische Partnerstadt Leuven sicherlich nicht die optimale Variante. Doch es gab gewichtige Gründe, mit dem Auto anzureisen statt mit Bus oder Bahn...

Die Lüdenscheider waren in Delegationsstärke unterwegs, mit viel Gepäck, Prospekten, reichlich frisch geräucherten Mettwürstchen und „Lüdenscheider Tropfen“. Das Ziel: das beliebte und immer gut besuchte „Hapje Tapje“-Fest im Nachbarland, bei dem sich die Stadt würdig und würzig als Reiseziel präsentieren wollte.

„Wer ohne triftigen Grund mit dem Auto fährt, bekommt nur zwanzig Cent Kilometerpauschale“, weiß der Pressesprecher – sonst sind’s dreißig Cent. Ohnehin werden Dienstreisen nach dem Landesreisekostengesetz geregelt und führen, per Definition, aus Lüdenscheid heraus. Was innerhalb Lüdenscheids dienstlich erledigt werden muss, ist ein „Dienstgang“. Der allerdings würde, je nach Entfernung, durchaus zu einer Dienstfahrt werden können. Die finden übrigens in letzter Zeit immer häufiger mit dem Elektroauto statt, das die Stadtwerke probeweise zur Verfügung gestellt haben. Bis nach Iserlohn seien Mitarbeiter der Verwaltung schon gefahren, weiß Löhn: „Das läuft sehr gut.“ Ähnliche Probeläufe auch mal mit E-Bikes zu planen, kann er sich durchaus vorstellen.

Dafür, dass diese dienstlichen Unternehmungen außerhalb des Rathauses vermehrt unter Beachtung von Klimaschutz-Aspekten absolviert werden, steht die neue Klimaschutzmanagerin Sonja Eisenmann, die vor kurzem ihre Arbeit aufgenommen hat. Die „klimafreundliche Dienstreise“ sei bislang aber noch nicht mehr als ein vages Konzept, so Löhn. Es werde Zeit brauchen, alle neuen Ideen umzusetzen und das gehe „sicher nicht in den nächsten Wochen“. - Susanne Kornau

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