Die Geschichte der Kinder

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Kulturdezernent Thomas Ruschin, Annette Moldenhauer (Sparkasse) Dr. Carolin Krüger-Bahr und Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen zeigten die Ausstellung.

Lüdenscheid - Eine neue Ausstellung, „KinderLeben – einst und jetzt“ wird Freitagabend (19.30 Uhr) in der Städtischen Galerie eröffnet. Die Entstehungszeit der Exponate reicht vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Von Ulf Schwager

„KinderLeben – einst und jetzt“ ist eine kunstgeschichtliche Zeitreise zum Thema Kinderporträt und der Darstellung von Kindern. Werke von Käthe Kollwitz, Ida Gerhardi, aber auch von einem Schüler Erich Reuschs, dem koreanischen Künstler Hongku Kwon, werden im Rahmen der Ausstellung bis zum 7. Februar zu sehen sein.

Die Spanne der Ausstellung würdigte Thomas Ruschin, Beigeordneter der Stadt, anlässlich der Vorstellung des Konzeptes und der im Aufbau befindlichen Ausstellung. Er wünsche sich, dass nicht nur viele Kinder, sondern auch Entscheidungsträger diese Ausstellung besuchten, sagte Ruschin. Er verwies auf die gesellschaftspolitische Relevanz und darauf, „wie spät“ Kinder und Jugendliche bezüglich ihrer Rechte ins Bewusstsein gerückt seien. Erst im Zuge der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (1948), der Erklärung der Rechte des Kindes (1959) und der UN-Konvention der Rechte des Kindes (1992) habe man längst erkannte Rahmenbedingungen für eine positive Kindheit international in Rechtsform gegossen. Die Ausstellung biete Gelegenheit, sich mit der „Geschichte der Kinder“ auseinanderzusetzen. Gleichzeitig biete sich die Möglichkeit zu einem Dialog über Generationen hinweg.

Möglich wurde „KinderLeben - einst und jetzt“ durch eine Kooperation mit dem Oldenburger Museum für Kunst und Kulturgeschichte, das zugleich auch Hauptleihgeber ist. Darauf verwies Dr. Susanne Conzen, Leiterin der Städtischen Galerie. Zahlreiche weitere Museen, aber auch Einzelpersonen haben mit Leihgaben zu der Ausstellung beigetragen. Man habe den Kern der Oldenburger Ausstellung übernommen und darüber hinaus unter anderem auch Werke von Ida Gerhardi, aber auch dreidimensionale Exponate in ein fortentwickeltes Lüdenscheider Konzept eingefügt, so Conzen weiter. Gefördert wird die Ausstellung durch das Land NRW, die Sparkasse Lüdenscheid, die Kunstfreunde und „fischer elektronik“.

Für das Rahmenprogramm zur Ausstellung zeichnen Dr. Carolin Krüger-Bahr und Ulrike Tütemann verantwortlich. Mit einem Film über „Das Jahrhundert des Kindes im Jahrhundert des bewegten Bildes“ wird es ins Begleitprogramm gehen. Auch die Musikschule bringt sich mit „Zuhören und Mitmachen“, Mitwirkende sind Kindes des ersten und zweiten Unterrichtsjahres, ins Geschehen ein. Hinzu kommen diverse Vorträge, eine Literaturveranstaltung und ein Nachmittag unter dem Motto „Schule trifft Altenheim“. Hier treffen Gegenwart und Vergangenheit von „Kindheit“ aufeinander.

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