Stadtwerke setzen höhere Anreize zum Energiesparen

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Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Struwe (l.) und Vertriebsleiter Andreas Sippel stellten das neue Energiespar-Förderprogramm für dieses Jahr vor.

Lüdenscheid - Klimaschutz ist heute eines der wichtigsten Ziele. Wenn es für die Reduzierung der Treibhausgase auch noch bares Geld gibt, haben die „KlimaFair“-Kunden der Stadtwerke Lüdenscheid gleich in mehrfacher Hinsicht die richtige Strategie gewählt.

Von Bernd Eiber

Auch in diesem Jahr wird das Energiespar-Förderprogramm fortgesetzt. Die Zuschüsse reichen von 75 bis 1200 Euro pro Investition. In der mittlerweile achten Auflage ist der Zuschusstopf wieder mit 100. 000 Euro gefüllt.

Egal, ob effiziente Waschmaschinen, Kühlschränke oder Geschirrspüler den Stromverbrauch verringern, Wärmepumpen installiert werden, die Heizung künftig mit Erdgas wärmt oder auf Elektromobilität umgerüstet wird, alle „KlimaFair-Strom“ beziehungsweise „KlimaFair-Gas“-Kunden der Stadtwerke haben wieder ein breites Band an Wahlmöglichkeiten.

„Im vergangenen Jahr wurde das Programm wieder sehr gut angenommen und der Fördertopf erneut vollständig ausgeschöpft“, zog Wolfgang Struwe am Mittwoch ein positives Fazit.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke machte die Resonanz an ein paar Zahlen deutlich: „Mit den insgesamt 477 geförderten Maßnahmen im vergangenen Jahr haben wir die Nachfrage gegenüber 2013 um 17 Prozent steigern können und zu einer CO2-Ersparnis von 240 Tonnen beigetragen.“ Mit 157 Bewilligungen zähle die Waschmaschine nach wie vor zu den „Klassikern“.

Um das Sparpotenzial weiter auszureizen, legen die Stadtwerke noch eins drauf. Andreas Sippel, Vertriebsleiter für Privat- und Gewerbekunden, weist auf den Zuschuss von 100 Euro hin, wenn die Kunden bei der „Weißen Ware“, also Kühlschränken oder Waschmaschinen, die Top-Effizienzklasse A+++ kaufen.

Für Geräte der Stufe A und dem Doppelplus bleibt die Förderung bei 75 Euro pro Gerät. Mehr als eine Prämie kann der Kunde im Jahr nicht in Anspruch nehmen.

Die „doppelte Förderung“, so Sippel, bieten die Stadtwerke für Bedürftige an. „Auch moderne Geräte sind bei dieser Zuschussmöglichkeit erschwinglich und sie reduzieren den Stromverbrauch ganz erheblich.“

Die gesamte Palette der Fördervarianten ist in einer Broschüre beziehungsweise im Internet zusammengefasst. Neben Prämie und niedrigen Verbrauchswerten profitiere der „KlimaFair“-Abnehmer im Vergleich zum Grundversorgungstarif noch von einem besseren Preis. Eine Tarifumstellung, so Sippel, sei problemlos machbar.

Solche Sparangebote sprächen keineswegs gegen das Geschäftsmodell eines Energiedienstleisters, so Struwe. „Wir wollen einen echten Nutzen für unsere Kunden anbieten.“

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