Stadtwerke Lüdenscheid wollen weiterhin sponsern

Geht’s bald nur nach unten? Den Aufzug im Gemeindehaus Maria Königin finanzierten Stadtwerke und Sparkasse über Spenden mit.

LÜDENSCHEID - „Wir werden unsere Sponsorentätigkeit nicht einschränken. Wir werden auch versuchen, die Ausschüttungen, die verlangt werden, zu erfüllen. Wir werden schauen, was machbar ist“, sagt Stadtwerke-Pressesprecher Andreas Köster zum künftigen Engagement seines Konzerns für Vereine und spendenbedürftige Projekte aller Art.

Die Ankündigung des Kämmerers, im Rahmen des Sparpaktes künftig mehr Geld von Unternehmen zu fordern, an denen die Stadt beteiligt ist oder die ihr gehören, lässt nicht nur Vereine bangen. Denn Stadtwerke, Sparkasse und Co. springen derzeit noch häufig in die Bresche, wenn Projekten die Luft auszugehen droht. Von der Enervie AG, zu denen die Stadtwerke gehören, erwartet die klamme Stadt künftig Gewinnabführungen zwischen 1,8 und 2,1 Millionen Euro pro Jahr, ab 2017 dann fünf Jahre lang jeweils 1,8 Millionen.

Ob und wie viel Geld dann noch übrig bleibt für soziale Projekte und für Vereine, die in der Vergangenheit so manches nur noch mit Hilfe großzügiger Spenden verwirklichen konnten, das werde sich zeigen, heißt es. Konkrete Aussagen, auch das weiß Köster, könne man heute noch nicht treffen. Klar sei, dass man als gesamtes Unternehmen die Pflicht habe, im Sinne aller Aktionäre möglichst gut zu wirtschaften. 1,8 Millionen sei andererseits ein Niveau, „das wir schon hatten.“ Aber man erhalte sicherlich noch genauere Zahlen, davon geht Köster aus. Künftig müsse man auch bei größeren Projekten Prioritäten setzen: „Das ist der Stand heute.“

Die Ausschüttung im Blick, eine angemessene Rendite, aber auch gesellschaftliches Engagement, das vor allem durch das flexible Sponsoring-Element auf breiter Ebene spürbar ist: „Es ist eine Gratwanderung, allen gerecht zu werden . . .“, sagt Köster und fügt hinzu: „ . . .was uns nie gelingen wird.“ - Susanne Kornau

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare