Die Stadtwerke behalten ihr Kerngeschäft

Das Gebäude der Stadtwerke Lüdenscheid an der Lennestraße

Lüdenscheid - Mit dem Vorstand der Hagener Enervie bestehe Konsens über den Fortbestand der Stadtwerke Lüdenscheid in allen zentralen Betriebsteilen. Das teilte der neugewählte Verwaltungsratsvorsitzende der Stadtwerke, Harald Metzger, mit.

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Für den wahrscheinlichen Fall, dass die Netze des Unternehmens in eine gemeinsame Netzgesellschaft überführt werden, müssten die kommunalen Mitspracherechte auch mit Blick auf die weiteren Investitionen zum Werterhalt des Netzvermögens sichergestellt sein.

Einvernehmen bestehe auch darüber, dass die Stadtwerke über ein Rückkaufsrecht verfügten für den Fall, dass Enervie einen kompletten oder Teilverkauf der neu zu bildenden Netzgesellschaft erwäge. 

In einer „sehr intensiven Diskussion“ habe der Verwaltungsrat der Stadtwerke zusammen mit Enervie-Vorstand und auch dem Hagener Oberbürgermeister Erik O. Schulz versucht, die künftigen Grundlagen der kommunalen Ausrichtung von Enervie zu skizzieren, so Harald Metzger.

Stellvertreterin ist als Arbeitnehmervertreterin Christina Bagholt. Zur unverzichtbaren Unternehmensidentität der Stadtwerke zählen der Vertrieb, Stadtmarketing, die Telemark, Bäderbetrieb, Wasserbeschaffungsverband, das Wasserwerk Treckinghausen und das Sponsoring, mit dem der regionale Versorger auch in Zukunft förderungswerte Projekte stützt.

Es bestehe aber grundsätzlich auch die Einsicht, dass Enervie den Betrieb der Netze betriebswirtschaftlich und steuerlich sinnvoll gegenüber der Bundesnetzagentur darstellen können müsse. Kritisch betrachtet worden sei in der Sitzung, dass dies nun unter erheblichem Zeitdruck geschehe. „Deadline“ sei die Ratssitzung am 1. November. Bis dahin müsse eine politisch zustimmungsfähige Lösung stehen, sagte Metzger. Eine interne Arbeitsgruppe des Verwaltungsrats tagt bereits wieder am Dienstag. - von Florian Hesse

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