Lüdenscheider Innenstadt

Stadtturm: Baukulturbeirat stimmt Plänen zu - aber etwas soll geändert werden

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Der erste Entwurf des „Stadtturms“.

Lüdenscheid – Der Mobile Baukulturbeirat für Westfalen hat das P&C-Gelände in der Innenstadt begutachtet – und den Plänen zum Neubauvorhaben des „Stadtturms“ grundsätzlich zugestimmt. Allerdings mit einigen Änderungsvorschlägen.

Wie berichtet, wurde der Baukulturbeirat von den Ratsparteien bereits im März angefordert, um den von Roland Rothmann vorgelegten Entwurf für den „Stadtturm“ auf dem P&C-Gelände an der Wilhelmstraße städtebaulich und architektonisch zu beurteilen und Empfehlungen auszusprechen. 

Vor rund zwei Wochen war er gemeinsam mit Vertretern aus den Fraktionen und der Verwaltung vor Ort. Die Ergebnisse der ersten Besichtigung wurden in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt vorgestellt. Dabei ging es insbesondere um das Nutzungskonzept, das derzeit entweder die Variante für den Turm als Hotel- oder Wohnnutzung mit einer Sky-Lobby ganz oben vorsieht.

Mehr Einfachheit 

Das viergeschossige Sockelgebäude ist unter anderem für Gewerbe vorgesehen. Der Mobile Baukulturbeirat begrüßte das, betonte allerdings, dass das Nutzungskonzept flexibel und nachhaltig bleiben müsse – um das Konzept gegebenenfalls auch nach Jahren noch verändern zu können. 

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Optisch rät er zu mehr Einfachheit: Die Balkone entfallen bei der Empfehlung des Beirats und der Turmbaukörper sollte optisch „geerdet“ werden. Heißt: Statt ihn einfach auf das Dach des Sockelgebäudes zu setzen, wie es in der Visualisierung zu sehen ist, sollte er vielmehr als eigenständiger Teil des Gebäudes erkennbar sein und architektonisch auf den Boden geführt werden. Etwa mit eigenem Eingang, was auch einer Hotelnutzung entgegenkommen würde. 

Weitere Details sollen geklärt werden

Noch geklärt werden müsse die Integration des Hauses an der Wilhelmstraße 10, das an den „Stadtturm“-Komplex angrenzen würde. Dabei gehe es um Abstandsflächen sowie die mögliche Erhaltung der Fassade. 

Klar ist inzwischen: Es soll eine weitere Sitzung mit dem Mobilen Baukulturbeirat geben, um insbesondere die städtebauliche Situation weiter in den Fokus zu rücken und mehr in die Architektur einsteigen zu können. 

Rothmann offen für mögliche Änderungen

Roland Rothmann war zwar in der Ausschusssitzung nicht anwesend, Martin Bärwolf erklärte als Fachbereichsleiter Planen und Bauen allerdings, dass er die Vorschläge grundsätzlich gut heiße und das weitere Vorgehen unterstütze. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass das Bauvorhaben gut durchdacht sein sollte, immerhin werde es das Stadtbild für Jahrzehnte prägen. 

Allerdings wehrten sich Bärwolf und Ausschussvorsitzender Björn Weiß (CDU) gegen die jüngsten Vergleiche des „Stadtturms“ mit dem leer stehenden Sauerlandcenter. „Das ist das wertvollste Grundstück, das wir haben. Wenn man den Turm mit etwas vergleichen kann, dann mit dem Braunen Haus – und das ist stets vermietet.“

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