Stadtteilkonferenz an der Kluse

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Mit einer Besichtigung des Vereinshauses Immanuel startete die Stadtteilkonferenz Kluse.

KLUSE - Im Stadtteil Kluse wird in diesem Jahr einiges los sein. Dies ist das Ergebnis der Stadtteilkonferenz am Donnerstagabend. Etliche Anwohner, Vertreter aus der Politik, der Stadt Lüdenscheid, dem Deutschen Roten Kreuz, aus christlichen Organisationen, der Ehrenamtsbörse, Kindergärten, Ordnungsamt und der Polizei waren gekommen, um sich über die Entwicklung an der Kluse auszutauschen.

Die Konferenz fand erstmals im Vereinshaus Immanuel an der Werdohler Straße 58 statt, so dass es zum Auftakt eine Hausführung durch Gastgeber Thomas Bräcker vom CVJM gab. „Niemand hätte gedacht, dass sich hinter einer Fassade so viele Räume verbergen“, fasste Bezirkssozialarbeiter Simon Schöttler den Eindruck der Anwesenden zusammen. Er hatte die Moderation übernommen.

Der CVJM wird wieder die Sommerferienaktion „Joker“ für Kinder durchführen, Anmeldungen sind heute ab 10 Uhr möglich. Konstantinos Sidiropoulos, Mitarbeiter des Jugendtreffs Stern-Center und des Teams Kluse, berichtete von der Saison-Eröffnung mit Party. „Wir haben mit etwa 30 Kindern und Jugendlichen vom Spielplatz Kluse einen bunten Nachmittag im Jugendtreff verbracht“, sagte Sidiropoulos. Das Team Kluse wird dienstag- und donnerstagnachmittags auf dem Spielplatz vertreten sein und Spielangebote machen. Dazu sind ein Fußballturnier im Sommer sowie eine Schnitzeljagd mit Erkundung des Stadtteils geplant.

Am 20. April findet die Aktion „Sauberes Lüdenscheid“ statt. Schöttler bat um rege Beteiligung aus dem Stadtteil. Großen Einsatz hatte der STL in der Müllbeseitigung an der Kluse gezeigt. Informationen zur weiteren Entwicklung, ob es insbesondere gelungen sei, Eltern und Kinder für das Thema zu sensibilisieren, gab es nicht aus dem Kreis.

Ein Afrikafest findet am 7. Juli in der Erlöserkirche statt, für den 29. Juni lädt der Evangelische Kindergarten Friedrich von Bodelschwingh zu einem Sommerfest ein. Barbara Meilwes von der Jugendförderung der Stadt wies auf die „Ferien Fun Days“ für Kinder in den Sommerferien hin und stellte das Projekt „Jugend stärken“ vor, das im November 2010 an den Start gegangen ist. Hauptziel sei es, erläuterte sie, Jugendliche zu erreichen, die sozial benachteiligt sind, mit individuellen Beeinträchtigungen umgehen müssen oder Integrationsprobleme haben, um ihnen berufliche Orientierung zu geben. „Wir möchten insbesondere Schulverweigerer aufspüren“, sagte Meilwes. Und: „Die Jugendlichen wollen einen Schulabschluss, einen Job, eine eigene Wohnung“.

Schwerpunkt sei nun, mit Jobcentern, der Agentur für Arbeit sowie Schulen zusammenzuarbeiten. In einer vorbereitenden Maßnahme werden Jugendliche gesammelt, die ein normaler Schulalltag überfordert. Sie bekommen dort individuelle Hilfen, dazu werde täglich erster Schulstoff in den Kernfächern vermittelt. Ein gemeinsames Frühstück sowie Werkangebote seien inklusive. Das vom Bundesministerium für Familie initiierte Programm wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert und endet im Dezember.

Die nächste Stadtteilkonferenz findet am 10. Oktober ab 18.30 Uhr statt. Der Veranstaltungsort wird rechtzeitig bekannt gegeben. - Yasmin Alijah

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