Einblick in Arbeit des Lüdenscheider Familienzentrums

Stadtteilkonferenz: Heftige Kritik an Umlage des Spielplatzes Kluse

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Besichtigung der „Bunten Kluse“ – links Heide Kohl, stellvertretende Leiterin der Einrichtung.

Lüdenscheid - „Wichtig ist uns die Akzeptanz der Kulturen. Die Kinder haben untereinander wenig Probleme.“ An Ort und Stelle erhielten Anwohner, Politiker, Vertreter von Einrichtungen, Vereinen und Interessensgemeinschaften bei der Stadtteilkonferenz Kluse Einblick in die Arbeit des Familienzentrums „Bunte Kluse“.

Im Seminarraum des Familienzentrums, das seit August 2014 am Start ist, kam die Stadtteilkonferenz zu ihrer zweiten Sitzung in diesem Jahr zusammen. Im Beisein von Bürgermeister Dieter Dzewas und des städtischen Beigeordneten Thomas Ruschin sprachen die zahlreich erschienenen Teilnehmer Entwicklungen und Probleme im Stadtteil an. Eingeladen zum Treffen hatten Gabriele Teutenberg vom Fachdienst Jugendamt – Familienhilfe, Bezirkssozialarbeiterin Simone Glörfeld und Roland Buhl-Lenssen vom Jugendamt. Eine „super Beteiligung“ konstatierte Gabriele Teutenberg, die die Gesprächsführung übernahm.

Schwerpunktthemen der Konferenz waren die Arbeit des Familienzentrums „Bunte Kluse und die aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil. Für großen Unmut sorgte der „katastrophale Zustand der Umlage am Spielplatz.“ Wie Heide Kohl, stellvertretende Leiterin der „Bunten Kluse“, anschaulich berichtete, besuchen derzeit 62 Kinder aus zwölf Nationen die Einrichtung. Untereinander hätten die Kinder wenige Probleme, erklärte sie.

Lichterfest am 11. November

Auf Kooperationen – unter anderem mit einer mobilen Musikschule, dem Verein Tages- und Pflegeeltern oder Frühförderstellen – und Besonderheiten im Haus ging sie ein. „Wir sind ein Team mit Herzblut“, lobte sie die anwesenden Erzieherinnen. Flüchtlingskinder, die die Einrichtung besuchen, seien teilweise sehr traumatisiert. Gleiches gelte für die Eltern. Im Haus gebe es einen Religionenkalender. Kein Schweinefleisch und keine Gelatine kämen auf den Tisch. Feste wie das Zuckerfest würden beachtet. „Wir haben rosa Zuckerwatte hergestellt.“ Kurse für Flüchtlingseltern fänden im Seminarraum statt. Nächste Veranstaltung sei das Lichterfest der Einrichtung am 11. November.

Interesse am Stadtteilfest

„Es ist sehr ruhig gewesen – von der Anzahl der Leute und der Problematik“, fasste Sebastian Schefe, Leiter des Jugendtreffs Stern-Center, den Sommer an der Kluse zusammen. Unter anderem mit dem „heruntergekommenen Zustand“ des Spielplatzes brachte das Team Kluse diese Entwicklung in Verbindung. „Es hat wochenlang gestunken.“ Ein aufgebrachter Vater erklärte: „Ich würde mein Kind nie allein auf diesen Spielplatz lassen.“ Er sei „richtig sauer auf die Stadt.“ Die Umlage sei in einem katastrophalen Zustand. Unterstützung bekam er von Dr. Hans-Peter Knauer von der benachbarten Apotheke „Zur Kluse“. Bei Bäumen und Büschen müsse eine Radikalkur her. Die Umlage sei zu einem Gefahrenpunkt geworden. Interesse bekundeten die Teilnehmer an einem Stadtteilfest in anderer Form. Im Anschluss an die Konferenz hatten die Teilnehmer Gelegenheit, die Räumlichkeiten des Familienzentrums zu besichtigen.

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