Stadttaubenhilfe räumt und versiegelt Nistplätze

Um Tauben aus Parkhäusern wegzulocken, werden nach und nach Nistplätze geräumt und versiegelt.

LÜDENSCHEID ▪ Alle Hände voll zu tun hatten die Lüdenscheider Stadttaubenhelfer in den letzten Wochen.

Mit der Aufstellung des Taubenhauses am Eselsrücken hat die aktive Gruppe den Tauben zwar einerseits eine tiergerechte Zuflucht zu bieten, zugleich muss man aber systematisch daran gehen, die Aufenthalts- und Nistmöglichkeiten in der Innenstadt zu verschließen. An zwei Stellen hat man das jetzt erfolgreich durchziehen können, wie Thomas Buchholz von der Initiative Stadttaubenhilfe mitteilt. So ist das „Projekt Sterngasse“ abgeschlossen, wo die Tauben direkt über einem Bäckereieingang eine Einflugschneise ins Deckenlabyrinth gefunden hatten (wir berichteten). Bei der Suche nach einer tierfreundlichen Lösung hat der Verein in Zusammenarbeit mit der Domizil-Immobilienverwaltung eine selbst gebaute Konstruktion installiert, die es den Tauben zwar ermöglichte, aus dem Hohlraum heraus-, aber nicht mehr hin-einzukommen. Inzwischen, so heißt es, habe man diese Konstruktion durch eine „richtige“ Metallabdeckung ersetzen können.

In Zusammenarbeit mit der Lüdenscheider Stadtmarketing-Gesellschaft und dem Ordnungsamt haben die Stadttaubenhelfer zudem im Einfahrtbereich zum Rathaus-Parkhaus Nistplätze geräumt. Zudem, so bedanken sich die Tierfreunde, sei man ihren Vorschlägen gefolgt und habe die Nistplätze an Lüftungsschächten und Rohren mit Lochblechen versiegelt. Die fast flüggen Jungtauben kamen in einen betreuten Taubenschlag. Das verlagere das Problem zwar lediglich, räumt Buchholz ein. Aber man arbeitet auch an langfristigen Lösungsmöglichkeiten – und will mit der Stadt über weitere Taubenhausstandorte sprechen.

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