Perfekte Stadtrauminszenierung

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Auf dem Graf-Engelbert-Platz wurden die Stadtgründung und der Gerichtsstand  dargestellt.

Lüdenscheid - Die Regen-Alternative war nach dem Temperatursturz und den Regengüssen der letzten Tage mit dem Kulturhaus gesetzt. Umso glücklicher waren Akteure wie Organisatoren, dass die Premiere der „Stadtrauminszenierung“ am Freitagabend im Schein der untergehenden Sonne über die Bühnen der Altstadt gehen konnte.

Szenen aus der Lüdenscheider Stadtgeschichte vom Mittelalter bis in die Zukunft läuteten den Auftakt der Feierlichkeiten „750 Jahre Lüdenscheid“ ein, inszeniert vom Kulturhaus Lüdenscheid und einstudiert in Kooperation mit der Jungen Altstadtbühne, dem Theater Halber Apfel, den weiterführenden Schulen unserer Stadt und unter Mitwirkung des Lüdenscheider Männerchores.

Sechs Stationen hatten sich die Mitwirkenden ausgesucht, allesamt in der der Jahreszahl angepassten Kostümierung. Am Graf-Engelbert-Platz spielten die Amateurschauspieler die Stadtgründung und den Gerichtsstand nach, an der Erlöserkirche den Stadtbrand und die neue Bauordnung 1723.

Ingo Löwen (vorn) und Murat Isboga zeichnen für die Regiearbeit verantwortlich.

Die dritte Szene begeisterte im Rosengarten nicht nur die von Stadtführer Daniel Loos geführte Gruppe, sondern auch die Lüdenscheider, die dort die letzten Sonnenstrahlen genossen. Vor allem, als der Lüdenscheider Männerchor, passend zur Besetzung durch die Truppen Napoleons, mit der „Marseillaise“ einmarschierte, einschließlich der Einsetzung von Peter Kercksig als Bürgermeister durch die Franzosen.

Applaus für die  neue Bauordnung: Sie  soll künftig Brände verhindern.

Das Industriezeitalter fand Erwähnung in der Spielszene an der Luisenstraße im Herzen der Altstadt. „Lüdenscheid aktuell“ wurde auf die Treppen des Kulturhauses verlegt und mit einer Begegnung zwischen Herrn Müller-Lüdenscheidt und Onkel Willi im Beisein von Bürgermeister Jürgen Dietrich symbolisiert. Hier gab's dann auch Lüdenscheider Bier(dosen) für die Premiere-Gäste.

Abschluss im Kulturhaus: "Lüdenscheid 2068".

Der Abschluss der Szenen aus der Stadtgeschichte gehörte im Kulturhaus dem Blick in die Zukunft – „Lüdenscheid 2068“. Schüler der Bergstadt begegnen hier vier Menschen, die über Lüdenscheid eine Menge erzählen können. 

Wer im Vorfeld eine Teilnehmerkarte für eine der kostenlosen Führungen ergattern konnte, hat Glück gehabt: Die Schauspieler haben mit viel Mühe und Engagement nach monatelangen Proben unter der Regie von Ingo Löwen (Junge Altstadtbühne) und Murat Isboga (Theater Halber Apfel) einen grandiosen Auftakt der Feierlichkeiten hingelegt, vor dem man nichts weiter als anerkennend den Hut zieht. Perfekte Inszenierungen, perfekten Kostüme, ein Parforceritt durch die Geschichte mit perfekter Unterstützung in Licht und Ton durch das Kulturhausteam – chapeau!

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