„Brandschutz gut angelegtes Geld“

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An der Grundschule Brügge werden nach und nach die Fenster ausgetauscht – hier zur Parkstraße hin. - Fotos Messy

Lüdenscheid - Investitionen in den Brandschutz sind häufig Maßnahmen, die nicht gleich ins Auge fallen, aber in der Ausführung durchaus aufwendig sind. Ein Beispiel dafür ist die Grundschule Wehberg, die in dieser Hinsicht derzeit saniert wird.

Neben der Erneuerung der Decken im Treppenhaus werden vor den Eingängen zu den Klassen in der ersten Etage Zwischenwände mit einer Rauchschutztür eingesetzt. Vorher lag das Treppenhaus frei, vor den Klassenräumen waren die Garderoben für die Jacken der Kinder angebracht. Das ist nach einer Besichtigung der Unfallkasse NRW nicht mehr zulässig. Der Umbau für den Brandschutz, der auch einher geht mit dem Austausch der Fenster, kostet rund 58 000 Euro, hinzu kommt die neue Decke, die mit 45 000 Euro zu Buche schlägt, so dass allein in die Wehberger Schule gut 100 000 Euro investiert werden.

„Diese Investitionen in den Brandschutz sind gut angelegtes Geld“, betonten Stadtkämmerer Dr. Karl Heinz Blasweiler und Frank Kuschmirtz, Leiter der Zentralen Gebäudwirtschaft (ZGW), bei der Besichtigung der Baustelle (wir berichteten). Die Mittel kommen aus der Schulpauschale: „Da ist also ein Finanzierungsdeckel drauf“, sagt Dr. Blasweiler.

„Manchmal werden die Maßnahmen in ihrer Dimension in Zweifel gezogen. Wir wollen uns damit aber nicht vor der Verantwortung drücken. Es geht schlicht und einfach darum, Menschen zu schützen, und da gilt es Vorsorge zu treffen und im Vorfeld etwas zu tun“, fügt Frank Kuschmirtz hinzu.

Der Umbau zur Zentralen Gebäudewirtschaft unter der Regie von Frank Kuschmirtz habe sich bewährt, erklärt Dr. Blasweiler in diesem Zusammenhang. Das Objektmanagement, nachdem einem hauptamtlichen Ingenieur jeweils bestimmte städtische Gebäude zugeordnet sind, sei effektiv. Sie kennen alle handelnden Personen – über den Hausmeister, Prüfer, Handwerker oder die Träger des Offenen Ganztags – , so dass schnell gehandelt werden könne. „Früher waren die Verantwortlichkeiten unterschiedlich aufgeteilt.“

Und noch etwas stellt er als Personalchef heraus: Von den sechs hauptamtlichen Ingenieuren in der ZGW seien vier Frauen, die ihr Know-how aus der freien Wirtschaft mit in das städtische Architekturbüro einbrächten.

Von Martin Messy

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