Stadtfrauen spenden an Glücksbringer

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Vorsitzende Anita Stahl (links) und Kassiererin Ursula Arnswald überreichten die 500-Euro-Spende für den Glücksbringer an den Vereinsvorsitzenden Martin Messy.

Lüdenscheid -  Zwei recht gegensätzliche Themen begleiteten die Lüdenscheider Stadtfrauen bei ihrer Monatsversammlung am Mittwoch: Martin Messy, Vorsitzender des Lüdenscheider Vereins Glücksbringer, berichtete über die ganz konkreten Hilfen, die der Verein leistet, um Menschen in Not zu helfen – und das direkt in Lüdenscheid. Gastreferent Franz Hartje aus Münster dagegen sprach über „Erfolg durch positives Denken“.

Ihm selbst fiel die Überleitung schwer, nachdem Martin Messy von Kindern erzählt hatte, die mit schweren Schicksalsschlägen fertig werden müssen, und über Senioren berichtete, die sich nicht einmal neue Matratzen kaufen konnten, obwohl die alten Jahrzehnte alt waren. Für diese Arbeit des Vereins gab es eine Spende des Stadtfrauenverbandes in Höhe von 500 Euro. Gleichzeitig machte Messy Werbung für die Benefizaktion, die heute und morgen zu Gunsten des Glücksbringers bei SinnLeffers läuft: Zehn Prozent des Umsatzes dieser beiden Tage will das Modehaus, wie berichtet, an den Verein spenden.

Franz Hartje war bereits zum sechsten Mal bei den Lüdenscheider Stadtfrauen zu Gast, um über verschiedene Themen zu referieren – das erste Mal sei ihm selbst in bleibender Erinnerung: Das war am 11. September 2011, dem Tag des Anschlags auf das World Trade Center.

Und dennoch – oder gerade, auch im Hinblick auf aktuelle Weltnachrichten mit Unglücken und Krisen, sei positives Denken für jeden einzelnen wichtig, um sein eigenes Leben und auch das seines Umfeldes ein wenig freundlicher zu gestalten. Franz Hartje selbst ist überzeugt, dass jeder das Lernen könne, aber man müsse es täglich trainieren. Er fing mit einigen Beispielen für sprachliche Gewohnheiten an, die dem eigenen Handeln Grenzen setzen beziehungsweise, die einer Situation ein unnötig negatives Gepräge gäben: „Ich kann das nicht“, das Wort „Problem“ oder schlicht das kleine Wörtchen „nur“. Es sei ein großer Unterschied, zu sagen, „ich bin nur 1,67 Meter groß“, oder „ich bin 1,67 Meter groß.“

Positives Denken bedeute, dass jeder für sich selbst zunächst der wichtigste Mensch werde. „Das heißt nicht, dass ich überheblich werde, sondern dass ich mich ernst nehme.“ Er gab seinen Zuhörerinnen den Tipp, aufzuschreiben, was sie an sich selbst mögen oder auch nicht – Letzteres erfordere Ehrlichkeit, betonte er. Außerdem sollten sie aufschreiben, warum sie Menschen aus ihrem Umfeld mögen oder auch nicht. Gerade bei denjenigen, die ihnen „auf die Nerven gehen“, sollten sie im Umkehrschluss überlegen, was sie vielleicht doch an denjenigen gut finden. „Der Zweck ist, Antipathie abzubauen und besser mit diesen Menschen klarzukommen.“

Franz Hartje gab zu, dass negatives Denken sehr viel einfacher sei – aber es lohne sich, das positive Denken zu üben. Wer nicht frage, „was wäre wenn“, sondern nach Lösungen suche, sei ein Gewinner und könne sogar Misserfolge in Erfolge verwandeln. Ein weiterer Tipp war: „Gestalten Sie Ihr Umfeld positiv.“ Das bedeute unter Umständen auch, alte Dinge und Erinnerungsstücke einfach loszulassen, sich zu trennen. Hass aus dem Leben und dem Empfinden zu entfernen, stets lächelnd aus dem Haus zu gehen – auch das waren Ratschläge, die Hartje den Stadtfrauen für ein positives Lebensgefühl mit auf den Weg gab. - Von Bettina Görlitzer

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