Stadtförster: „Waldspaziergänge meiden“

Zwar ein schöner Anblick, aber Waldspaziergänge sollten über Ostern vermieden werden, raten die Experten.

Lüdenscheid - Zwar ist das Sturmtief „Niklas“ inzwischen abgezogen, die Lage im Wald bleibt aber angespannt. „Man sollte Waldspaziergänge noch meiden. Äste, die lose in den Bäumen hängen, können herabstürzen“, warnt Stadtförster Marcus Teuber.

Ansonsten habe der Sturm bei weitem nicht die Folgen des Orkans Kyrill aus dem Jahr 2007 gehabt. Am heftigsten schlug „Niklas“ in einem Waldstück zwischen Grebbecke und Oedenthaler Straße zu, wo am Donnerstag Forstarbeiter damit beschäftigt waren, die umgestürzten Fichten aus dem Wald zu holen und zu bearbeiten.

„Wir versuchen schnellstmöglich, die größten Gefahren zu beseitigen“, erklärte Bernd Josef Schmitt, Leiter des Reginalforstamtes Märkisches Sauerland an der Parkstraße. „Doch bis Ostern werden wir es leider nicht schaffen.“

Auch die Landesforstbehörde Wald und Holz warnt vor den Gefahren, die nach wie vor im Wald lauern und appelliert: „Osterspaziergänge sollten außerhalb des Waldes geplant werden.“

Besonders betroffen seien die heimischen Fichten gewesen. Denn aufgrund der ergiebigen Regenfälle sind die Böden aufgeweicht und bieten weniger Halt als sonst. Erste Schätzungen gehen nach Angaben von Wald und Holz jedoch nur von wenigen zehntausend Festmetern Fichten-Sturmholz aus – vergleichsweise gering zu den sonst üblichen Erntemengen von mehr als zwei Millionen Festmetern jährlich. Kyrill hatte 15,7 Millionen Festmeter umgeworfen.

Unterdessen wies die Verbraucherzentrale darauf hin, dass Pendler und Reisende, die von dem Ausfall der Bahn und ihren Konsequenzen betroffen waren, einen Teil ihres Ticketpreises zurückfordern können. Bahngesellschaften könnten Ansprüche von Kunden nicht mit dem Verweis auf schlechte Witterungsverhältnisse komplett abweisen. Dies habe der Europäische Gerichtshof im Jahr 2013 entschieden.

Bahnkunden, die Probleme haben, ihre Ansprüche durchzusetzen, können sich an die Schlichtungsstelle Nahverkehr der Verbraucherzentrale wenden, die per E-Mail unter info@schlichtungsstelle-nahverkehr.de erreichbar ist.

Von Martin Messy

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