Die Glühbirne und ihre Folgen

+
DSer Film „Licht Visionen“ wird im Kino der Bücherei gezeigt.

LÜDENSCHEID - Was ist Licht? Dieser Frage geht ein Film nach, der im Rahmen der Lichtrouten in der Stadtbücherei gezeigt wird. In einer Dauerschleife wird am Dienstag, 1. Oktober der jeweils halbstündige Film „Licht Visionen“ im Kino der Bücherei gezeigt.

Auf der großen Leinwand erfolgt die Annäherung an ein physikalisches Phänomen im Technorama in Winterthur. Die Glühbirne und ihre Nachfolger – oder warum es so schwer ist, das richtige Licht zu finden. Die erste „Runde“ beginnt um 19.30 Uhr, es ist allerdings an diesem Abend kein Ausleihbetrieb möglich. Der Film fußt auf drei Säulen: Lichtkonzepte mit LED, Licht für das Leben und die künstlerische Seite des Lichts: In einem ehemaligen Brauereikeller in Unna ist das Internationale Lichtkunstzentrum beheimatet. Das Künstlerteam Lichtfaktor zaubert faszinierende Lightpaintings in die Luft.

„Licht ist etwas, was meinem Auge Sinn gibt, sonst bräuchte ich keins“, sagt der Lichtexperte Jens-Henrik Heinen. So behandelt der Film zum Auftakt neben den bekannten LEDs beispielsweise auch das OLED-Licht, das aus mehreren organischen Schichten aufgebaut ist. Werkstoff, Datenträger, der Einsatz von Licht in der Medizin und natürlich in der Kunst werden in diesem Film beleuchtet. Der Künstler Mischa Kuball arbeitet mit der Wirkung von künstlichem Licht. Der Düsseldorfer ist einer von zwölf Künstlern, die das Internationale Zentrum für Lichtkunst in Unna mitgestaltet haben – in den Gewölbekellern einer alten Brauerei: „Wenn man mal da unten ist und die Atmosphäre genießt, dann merkt man: dieser Ausschluss von Tageslicht, der konzentriert einen auf das, was man da zu sehen bekommt.“ Der Eintritt ist frei, der Film wird nur an diesem Abend gezeigt.

50 Assistenzen an den Standorten

Rund 50 Assistenzen sind an Standorten und bei Führungen der Lichtrouten im Einsatz. Dem Aufruf der Lichtrouten-Veranstalter waren wieder viele Lichtrouten-Enthusiasten aus Lüdenscheid und Umgebung gefolgt. Schon lange bereiten sie sich mit Engagement auf die Aufgaben als Standortbegleiter und Gästeführer vor.

Sie haben sich unter Anleitung von Kuratorin Bettina Pelz mit den Künstlern, den Installationen, der Geschichte des Festivals und der Lichtkunst auseinander gesetzt. In diesem Jahr ist das Lernpensum besonders hoch, da die Lichtrouten mit ihren 20 Installationen von internationalen Lichtkünstlern und Designern einen größeren Parcours durch die Innenstadt Lüdenscheids bieten als je zuvor.

„In den vergangenen Jahren haben wir sehr gute Erfahrungen mit den Assistenzen gemacht. Sie haben den Gästen mit viel Herzblut und Engagement die Lichtinstallationen nahe gebracht. Ich bin überzeugt, dass es auch in diesem Jahr wieder so sein wird“, so Jörg Marré, Geschäftsführer des Lüdenscheider Stadtmarketings. Die Gäste der Lichtrouten können sich in jeden Fall schon auf viele Hintergrundinformationen an den Standorten und abwechslungsreiche Führungen zu den Lichtrouten freuen. - rudi/PSL

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare