Bücherei ist auf Instagram

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Ein Ort, viele Möglichkeiten: Die Stadtbücherei ist auf der Internetplattform Instagram vertreten.

Lüdenscheid - Fensterdienstag, Lampenmittwoch, Türendonnerstag, Treppenfreitag und Bookface-Friday. Die Stadtbücherei weiß genau, was das ist: Sie ist auf der Internetplattform Instagram vertreten. 300 Follower und es werden stetig mehr.

„Wir möchten uns als Bibliothek präsentieren und in Kontakt mit unseren Kunden treten“, erklärt Dagmar Plümer, Leiterin der Bücherei. Ins Leben gerufen wurde der Social Media-Auftritt im Rahmen eines Qualifizierungsprogramms von der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW. Plümer freut sich, dass die Stadtbücherei dazu ausgewählt wurde, mit sechs weiteren Bibliotheken, an diesem Projekt teilzunehmen. Die Stadtbücherei blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon seit 1857 befindet sie sich in dem Gebäude am Graf-Engelbert-Platz.

„Ich glaube, dass gar nicht alle Lüdenscheider wissen, wie besonders unser Haus ist“, sagt Plümer. Auf dem Instagram-Account können die Follower einen Einblick in die Architektur der Stadtbücherei bekommen. „Motive gehen hier nicht aus“, staunt Plümer, und bezieht sich auf große Wendeltreppen, moderne Glasdächer, deckenhohe Türen aus dem 19. Jahrhundert und lichtdurchflutete Säle. Die Architektur-Posts gehören zu den beliebtesten auf Instagram, und erzielen aktuell die höchste Reichweite. Aber auch Buchbesprechungen, Einblicke in den Arbeitsalltag der Mitarbeiter und die vielen Nutzungsmöglichkeiten einer Bibliothek von heute, können verfolgt werden.

Hinter dem Projekt „Entwicklung einer Leitidee für Social Media“ von der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW steckt jedoch noch mehr. In Büchereien geht es schon lange nicht mehr allein darum, Bücher auszuleihen. Stattdessen werden Bibliotheken immer mehr zu digitalen Orten, Lern- und Begegnungsstätten. Ziele des Programms seien die Vermittlung von Social Media-Kenntnissen und der Ausbau der Kundenkommunikation im Internet, um somit Bibliotheken als digitalen Ort sichtbarer zu machen.

Begonnen hat die Reise im September 2017 und geht noch bis nächstes Jahr. Plümer sieht dieses Projekt als Chance. „Das Internet ermöglicht uns auch einen Blick auf die Sichtweisen unserer Nutzer. So kommen wir mit ihnen auf Augenhöhe und bleiben in Kontakt.“ Für das Team der Stadtbücherei war Instagram zwar Neuland, aber mittlerweile entwickeln die Mitarbeiter immer mehr Verständnis, und lernen, das Medium zu nutzen.

Demnächst soll ein Redaktionsplan erstellt werden, „denn wenn, dann wollen wir es gut machen“, sagt Plümer. Mit Sinn, Verstand und vor allem mit Konzept möchte die Stadtbücherei an ihren Social Media-Auftritt herangehen und darstellen, was genau das Besondere an ihrer Bücherei ist. Zwei Jahre bekommt das Team dabei Unterstützung von den Coaches Wibke Ladwig und Stefan Evertz, und nimmt an Workshops teil. Heute hat die Stadtbücherei die „halbe Reise“ schon hinter sich. Im Zuge eines Barcamps in Essen kommen alle Mitarbeiter der sieben Projekt-Bibliotheken zusammen. Was dort genau passiert, kann live auf dem Instagram-Account verfolgt werden.

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