Stadtbekannter Fleischermeister

Lüdenscheider Unternehmer Rudolf Niedergesäß ist tot

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Der stadtbekannte Fleischermeister Rudolf Niedergesäß ist gestorben.

Lüdenscheid - Der stadtbekannte Fleischermeister Rudolf Niedergesäß ist tot. Er starb am Mittwoch plötzlich und unerwartet im Alter von 67 Jahren.

Mit der Familie fühlen die, die ihn kannten und in seiner zupackenden, offenen Art schätzten. Auch nach Übergabe seines Lebenswerkes an Sohn Daniel vor wenigen Jahren blieb der Seniorchef ein vertrauter Anblick im Ladenlokal am Sternplatz.

Ein freundlicher Gruß über die Theke hinweg, ein kurzes Gespräch mit seinen Kunden, von denen er viele schon jahrelang kannte – für Rudolf Niedergesäß blieb die Verwurzelung mit der Stammkundschaft („Fleischkauf ist Vertrauenssache“) auch dann noch wichtiger Bestandteil seines Selbstverständnisses, als er sich vom Stammgeschäft an der Gasstraße aus in Richtung Zentrum orientierte.

1994 eröffnete er das heutige Hauptgeschäft an der Wilhelmstraße 1. Das geschah in einer Zeit, da die Konkurrenz der Supermärkte größer, Laufkundschaft und die Ausdehnung auf andere Geschäftszweige wie Partyservice oder Belieferung von Restaurants und Großküchen immer wichtiger wurden.

Jüngster Fleischermeister in NRW

Seine Eltern Gisela und Herbert Niedergesäß waren 1946 aus Waldenberg in Schlesien nach Lüdenscheid gekommen. Hier bauten sie sich eine Existenz auf, übernahmen die Fleischerei an der Sedanstraße. 1983 erfolgte der Generationswechsel. Rudolf, der mit 21 Jahren jüngster Fleischermeister in Nordrhein-Westfalen gewesen war, übernahm den elterlichen Betrieb; 2001 konnte man noch gemeinsam mit den Eltern das goldene Geschäftsjubiläum feiern.

Wie in Handwerksbetrieben nicht ungewöhnlich, hatte er mit Ehefrau Erika tatkräftige Unterstützung an seiner Seite. Vier Kinder wurden geboren; Sohn Daniel steht nun in dritter Generation an der Spitze des Betriebes. Mit dem Ruhestand hatte sich Vater Rudolf, der gerne segelte, auf mehr Zeit auch für die Enkel gefreut. Sie war allzu begrenzt.

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