70.000 Euro für 2014 eingeplant

Lukrative Investition: Stadt will neue Radar-Anlage

Soll Verstärkung erhalten: der Radarwagen der Stadt.

LÜDENSCHEID - Die Stadt will ihre Blitzer-Kapazität erhöhen: 70.000 Euro für eine neue Radarmessanlage stehen im Haushaltsentwurf für 2014. Dafür könnte ein zweiter Radarwagen oder eine Zusatzanlage für das vorhandene Fahrzeug gekauft werden.

Mit letzterer würde dann in beide Richtungen oder an zwei Stellen zugleich geblitzt, sagte Fachbereichsleiter Wolff-Dieter Theissen.

Wie berichtet, hatte die Stadt zwischenzeitlich den Kauf eines zweiten Radar-Fahrzeugs gemeinsam mit Nachbarstädten erwogen, die dabei aber nicht mitmachten. Jetzt soll offenbar ein Lüdenscheider Alleingang folgen.

Lesen Sie auch:

750 Blitze im Rathaustunnel

Blitzer: Stadt fragt Polizei

Erfolgreicher Blitzer in Bielefeld

Gegen Beiträge zu mehr Verkehrssicherheit sei grundsätzlich nichts einzuwenden, erklärte dazu Jens Holzrichter (FDP), Vorsitzender des städtischen Bau- und Verkehrsausschusses. „Als Liberale hätten wir auch zu dem interkommunalen Fahrzeug Ja gesagt – allerdings nur deshalb, weil zum ersten Wagen bisher keine Klagen über Abzockerei laut wurden.“

Dies schreibt Holzrichter einer Vereinbarung zu, die bei der Anschaffung des Erstfahrzeuges abgeschlossen wurde. Demnach darf der städtische Radarwagen nur vor Schulen oder Kitas, an Gefahrenstellen oder Unfallschwerpunkten wie der Heedfelder Straße stehen. Diese Regelung war laut Holzrichter damals der Skepsis geschuldet, der Radarwagen könnte zum schieren Füllen der Stadtkasse eingesetzt werden. Die Vereinbarung müsse daher nun auch für das zweite Fahrzeug oder eine Zusatzanlage gelten.

Mit Blick auf die Akzeptanz städtischer Radarkontrollen kritisierte Holzrichter auch den jüngsten Einsatz im teilgesperrten Rathaustunnel. Darin war zum Schutz der dort tätigen Bauarbeiter der Radarwagen postiert worden, der den Tunnel dank vieler Schnellfahrer auch kräftig ausleuchtete. Holzrichter: „Natürlich sind Kontrollen auch hier grundsätzlich richtig, aber bitte mit einem Hinweis an der Einfahrt.“

Der Zusatz „Radarkontrolle“ am Tempo-30-Schild vorm Tunnel könne Wunder wirken, weil dann die allermeisten langsamer hineinführen. „Die jetzt angewandte Überraschungstaktik trifft dagegen nur die Geblitzten.“ Und: Der Wagen könne dort nicht 24 Stunden stehen, das Schild aber sehr wohl. - hgm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare