Neue Wege

Stadt verlegt Altglas-Container unter die Erde - und gibt Wertstoffsammelstelle auf

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Eine Wertstoffsammelstelle in der Kluse. 

Lüdenscheid - Die Stadt Lüdenscheid geht bei der Abfallentsorgung neue Wege. Nach dem Pilotversuch zur Einführung einer verpflichtenden Papiertonne, sollen nun Altglas-Container unter die Erde verlegt werden. 

Auch hier gibt es zunächst einen Pilotversuch. Er wird ebenfalls - wie bei der Einführung der Papiertonne - in den Stadtteilen Piepersloh und Bierbaum durchgeführt.  

Hier sollen die Glascontainer ab Januar nach und nach durch ein neues System ersetzt werden, bei dem die Abfallbehälter unter die Erde verlegt werden. An der Oberfläche verbleibt nur noch eine etwa einen Meter hohe Einwurfsäule. Sie sei auch für Kinder und Rollstuhlfahrer leicht zu erreichen, betont die Stadt. 

Geruchs- und Lärmbelastung werden minimiert. In die geschlossenen Systeme können Schädlinge wie Ratten nicht eindringen. Die sogenannten Unterflurbehälter werden per Lkw mit einer Krananlage herausgehoben. Die Behälter für die Unterflursysteme sind Eigentum des beauftragten Entsorgers und werden zur Verfügung gestellt. 

So sehen die Anlagen an der Oberfläche aus. 

Die Baukosten pro Standort belaufen sich auf 25 .000 Euro. Zunächst werden die Unterflurbehälter ab Januar an den Sammelstellen In den Buchen, Kösliner Straße, Kirchstraße/Bolzplatz installiert. Weil Tiefbauarbeiten nicht möglich sind, wird die Sammelstelle Kirchstraße/Schule am Bierbaum in diesem Zuge aufgegeben.

Der Stadtrat gab in der Sitzung am 8. Juli grünes Licht für die Einführung. Laut Bürgermeister Dieter Dzewas verbessert sich das Erscheinungsbild an den Wertstoffsammelstellen und die Stadtteile werden so attraktiver. "In den Folgejahren ist eine Ausweitung auf weitere Stadtteile vorstellbar", heißt es. 

Eine Auswirkung auf die Abfallgebühren gebe es nicht, da die Maßnahme nicht zur umlagefähigen hoheitlichen Abfallentsorgung gehöre, sondern der gewerblichen Abfallentsorgung. 

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