Sportstättenbelegung: Dialog statt reiner Kontrolle

LÜDENSCHEID ▪ Welcher Sportverein benutzt welche Halle zu welcher Uhrzeit, welche Angebote finden dort mit wie vielen Teilnehmern statt und welche Anregungen haben die Vereine für die Verantwortlichen der Stadt?

Diese und viele weitere Fragen stehen auf den Listen, mit denen in diesen Tagen zwei Damen im gesamten Stadtgebiet, genauer gesagt, in den Sportstätten, unterwegs sind – mit dem Ziel einer „Hallenbelegungskontrolle“.

Doch das aufwändige Unterfangen soll viel mehr sein als eine bloße Kontrolle, wie Dierk Gelhausen vom Fachdienst Schule und Sport auf Anfrage unserer Zeitung erklärte. „Wir wollen in einen Dialog mit den Vereinen treten und dabei die aktuellen Informationen aus den Hallen sowie von den Sportplätzen sammeln.“

Soll heißen: Zum einen soll überprüft werden, ob die von den Vereinen gemeldeten Belegungszeiten auch tatsächlich genutzt werden. Zum anderen gehe es darum, den Hallenbelegungsplan mit seinen diversen Angeboten auf den neuesten Stand zu bringen. „Denn teilweise ändern die Vereine ihre Kursangebote intern und wir geben dann möglicherweise Informationen an Außenstehende, die ein bestimmtes Sportangebot suchen, falsch weiter“, so Gelhausen. Zudem fehlten der Stadt, auch bedingt durch die Einführung der Schlüsselgewalt, häufig die richtigen Ansprechpartner. „Das alles wollen wir aktualisieren.“

Immerhin ist die letzte dieser groß angelegten Kontrollen schon einige Jahre her, bedarf sie doch eines immensen Aufwandes. Immerhin gilt es für die zwei Mitarbeiterinnen, mehr als 600 Hallen- und Sportplatzbelegungen in Lüdenscheid zu kontrollieren und den Fragenkatalog abzuarbeiten. „Doch wir liegen gut im Zeitplan und wollen bis zum Ferienbeginn in der nächsten Woche fertig sein.“

Im Januar geht es für Gelhausen und sein Team dann an die Auswertung der Bögen, deren Ergebnisse im Sportausschuss vorgestellt werden. Schließlich soll die Aktion Verbesserungen für beide Seiten bringen. So soll den Hinweisen der Vereine, beispielsweise hinsichtlich defekter Sportanlagen/-geräte oder Beleuchtungen, in Zusammenarbeit mit der ZGW nachgegangen werden. Andererseits könnte es Gespräche geben, ob kleinere Gruppen – die Mindestzahl liegt bei zehn Teilnehmern – nicht zusammengelegt werden können, um Halleneinheiten optimal zu nutzen. „Wir werden natürlich niemandem seine Einheit wegnehmen, weil am Tag der Kontrolle zu wenig Teilnehmer anwesend waren“, verweist Gelhausen darauf, dass es bereits den Wunsch nach einem „zweiten Besuch“ gegeben habe. „Das planen wir für März.“ ▪ Kerstin Zacharias

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare