Stadt soll sich zur Hauptschule äußern

Wird Schulrat beim Märkischen Kreis: Rektor Winfried Becker.

Lüdenscheid - In die Schulaufsicht des Kreises abgeordnet wurde jetzt Winfried Becker, langjähriger Rektor der Ganztagshauptschule (GHS) Stadtpark. Becker, der zuletzt bereits „teilabgeordnet“ war, soll nach der Probezeit Schulrat für die Hauptschulen im Kreis werden.

Seine ehemalige Schule wird aktuell vom gleichfalls langjährigen Konrektor Wilfried Roth kommissarisch geleitet. Nach dessen Pensionierung im Sommer soll eine Bewerberin aus einer Nachbarstadt ab August neue Konrektorin werden. Ob auch Beckers Leiterstelle von der Bezirksregierung neu ausgeschrieben wird, hängt nach Auskunft aus Arnsberg davon ab, ob die Stadt Lüdenscheid als Schulträger den Bestand der Hauptschule bestätigt. Dazu erklärte Hermann Scharwächter, Fachbereichsleiter im Rathaus: „Ich gehe derzeit vom Erhalt der Hauptschule aus.“

Zuletzt hatte es dort gut 40 Anmeldungen gegeben. Hinzu komme, dass Mitte 2014 fünf Klassen der aufzulösenden Albert-Schweitzer-Hauptschule zum Stadtpark wechseln. „Im Moment sehen wir, dass in den nächsten Jahren ein Bedarf für die einzige städtische Hauptschule da ist“, so Scharwächter. „Zumal sich gerade der Stadtpark in der Berufsvorbereitung einen Namen gemacht hat.“ Indes seien die Anmeldezahlen genau zu beobachten, und letztlich zählten Elternwille und politische Entscheidungen.

Dass sich die SPD für Lüdenscheid eine Sekundarschule wünscht, bekräftigte Jens Voß, schulpolitischer Sprecher der Fraktion und Vorsitzender des Schulausschusses. Allerdings bezog sich Voß nicht ausdrücklich auf den Stadtpark, auch wenn diese Schule mit dem Ganztagsbetrieb eine wichtige Voraussetzung mitbrächte. Und: „Das kommt nur in Frage, wenn Eltern und Lehrer es wollen.“

Eine Sekundarschule muss dreizügig starten und potenzielle Hauptschüler, Realschüler und Gymnasiasten zu etwa gleichen Teilen aufnehmen, die dann zwei Jahre gemeinsam unterrichtet werden. Somit müsste sich auch eine größere Zahl von Eltern dafür entscheiden, ihr Kind dort statt an Realschulen und Gymnasien anzumelden.

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