Auch die Bundesagentur ist involviert

Stadt schafft 34 neue Stellen - auch für die Corona-Streife

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Die Stadt Lüdenscheid schafft 34 neue Arbeitsplätze.

Lüdenscheid - Die Stadt wird ihren Stellenplan deutlich aufstocken. Wie genau das ablaufen soll, erfahren Sie hier:

Der Hauptausschuss des Rates bewilligte – gegen den Widerstand der CDU-Fraktion – vorgestern Abend 34 zusätzliche Stellen. 24 der neuen Arbeitsplätze sollen zu 100 Prozent von der Bundesagentur finanziert und auf jeweils zwei Jahre befristet vergeben werden. 

CDU-Sprecher Oliver Fröhling äußerte sich „erstaunt über den Umfang der Stellenplanänderung“ und monierte die Qualität der Beschlussvorlage des Ersten Beigeordneten Dr. Karl Heinz Blasweiler. „Es wird überhaupt nicht klar, was die Leute für die Stadt machen sollen.“ Und es bleibe die Frage offen, wie es nach Ablauf der zwei Jahre mit der Weiterbeschäftigung aussieht. 

FDP-Fraktionschef Jens Holzrichter stimmte dem Begehren der Stadtverwaltung, „wenn auch in einigen Bereichen zähneknirschend“, ebenso zu wie der Rest der Ampel-Koalition. „Das sind Kräfte, die größtenteils in Entgeltgruppen eins bis drei tätig sind. Diese Herrschaften werden keine Reichtümer anhäufen.“ 

Das bestätigte Bürgermeister Dieter Dzewas in seiner Stellungnahme. Es gehe teilweise um Hilfstätigkeiten: Kleinstreparaturen oder „trockene Datenerhebungs-Aufgaben“, zum Beispiel für die Erstellung eines Behindertenführers, oder einfache Arbeiten wie etwa Essensausgaben. Geplant ist außerdem, sechs Mitarbeiter für die sogenannten Corona-Kontrollen einzusetzen, fünf im Außen- und eine im Innendienst. Dazu gehört auch ein Pförtner, der in der Coronazeit den Zugang zur Feuer- und Rettungswache am Dukatenweg kontrolliert. 

Doch für künftige Stellenplanänderungen in der Stadtverwaltung soll das Verfahren nach der Kritik aus der Union vervollkommnet werden. Ursula Meyer (CDU): „Man hätte in die Änderungsliste hineinschreiben müssen, für welche Tätigkeiten zusätzliches Personal konkret vorgesehen ist.“ Auch SPD-Fraktionschef Jens Voß empfahl, dazu „beim nächsten Mal besser Kurzhinweise“ zu geben. 

Die Änderungen seien auch ein arbeitsmarktpolitisches Signal. „Die Stadt muss sich ihrer sozialen Verantwortung stellen!"

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