Verwaltung kündigt Mobilitätskonzept für den Stadtteil an

Nach Elternkritik: Stadt plant Mobilitätskonzept für die Kluse

Die Verkehrssituation an der Kluser stellt vor allem für Grundschüler eine potenzielle Gefahr dar.
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Die Kreuzung Werdohler Straße/Kluser Straße ist nicht nur stark befahren, sondern auch unübersichtlich. Grundschuleltern bemängeln an dieser Stelle fehlende Sicherheit auf dem Schulweg zur Tinsberger Grundschule.

Mit einem Lotsendienst machten Eltern in dieser Woche auf die potenziellen Gefahren aufmerksam, die durch die Verkehrssituation am Kluser Platz entstehen. Nun äußert sich die Stadt zum weiteren Vorgehen.

Lüdenscheid - Die Stadtverwaltung hat die Verkehrssituation an der Kluse auf dem Schirm. Zumindest mittelfristig. Das jedenfalls teilte auf Anfrage Stadtpressesprecherin Marit Schulte-Zakotnik mit.

So sollen im Zuge eines sogenannten Mobilitätskonzepts die Realitäten im Viertel geprüft und unter Umständen verändert werden. In Angriff genommen werden soll dieses Mobilitätskonzept, für das auch öffentliche Fördergelder in Aussicht stünden, laut Schulte-Zakotnik im nächsten Jahr.

Hintergrund der städtischen Stellungnahme: Derzeit sind Eltern der Schulpflegschaft der Tinsberger Grundschule als Lotsen tätig, um die Schulkinder an den Zebrastreifen sicher über den Kluser Platz zu geleiten (wir berichteten). Mit dem zeitlich begrenzten Einsatz wollen die Mütter und Väter auf die ihrer Meinung nach gefährliche Verkehrslage dort hinweisen.

Eltern und Schulleitung wünschen sich Maßnahmen von der Stadt, um die Verhältnisse in diesem Bereich zu entschärfen. Ihre Vorschläge sind etwa eine Ampel oder ein Warnlicht für Autofahrer.

Mobilitätskonzept beinhaltet „ergebnisoffene Prüfung“

Ob es am Kluser Platz aber künftig zu einem wesentlichen Wandel kommt, ist nicht ausgemacht. Denn besagtes Mobilitätskonzept beinhaltet Schulte-Zakotnik zufolge eine „ergebnisoffene Prüfung“. Die Worte der Pressesprecherin: „Wir schauen uns das Gebiet an und beurteilen, ob etwas getan werden muss. Man sollte aber nicht automatisch von großen Veränderungen ausgehen.“

Was Unfälle angehe, sei der Kluser Platz von der Polizei als „unauffällig“ eingestuft. An der Tinsberger Grundschule vermutet man jedoch, dass leichte Unfälle – etwa wenn Autos Schulkinder streifen – mitunter gar nicht erst angezeigt würden.

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