1. come-on.de
  2. Lüdenscheid

Auch unter freiem Himmel: Lüdenscheid plant Maskenpflicht in der City

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Hans-Georg Gottfried Dittmann

Kommentare

Nur mit Personalausweis und Impfpass gibt es das grüne Bändchen für den Lüdenscheider Weihnachtsmarkt. An die Tische im geschlossenen Raum darf Elfriede Isken-Jacob (rechts) trotzdem niemanden lassen.
Nur mit Personalausweis und Impfpass gibt es das grüne Bändchen für den Lüdenscheider Weihnachtsmarkt. An die Tische im geschlossenen Raum darf Elfriede Isken-Jacob (rechts) trotzdem niemanden lassen. © Cedric Oliver Nougrigat

Die Corona-Schutzmaßnahmen in der Lüdenscheider Innenstadt sollen verschärft werden. Mit einer sogenannten Allgemeinverfügung soll eine Maskenpflicht erlassen werden.

Lüdenscheid – Die Corona-Schutzmaßnahmen in der Lüdenscheider Innenstadt sollen verschärft werden. Mit einer sogenannten Allgemeinverfügung soll eine Maskenpflicht erlassen werden. Diese gilt aktuell nur unmittelbar vor den Weihnachtsmarktständen. In den kommenden Tagen werde die Stadt festlegen, in welchen Bereichen eine Maske zutragen sei. Bis dahin blieben die aktuellen Regeln bestehen, teilt Stadtsprecherin Marit Schulte-Zakotnik mit.

Erst am Montag hat der Krisenstab der Stadt umfangreiche Corona-Schutzmaßnahmen für den Weihnachtsmarkt auf dem Sternplatz festgelegt. Diese seien „bereits an die zu erwartende 2G-Regelung angepasst“ worden. Dennoch tagte der städtische Krisenstab erneut, nachdem das Land NRW die Schutzverordnung am Dienstag verschärft hatte. „Der Weihnachtsmarkt kann weiter stattfinden“, sagt Schulte-Zakotnik, für die Betreiber der Stände ändere sich vorerst nicht.

Bis die Allgemeinverfügung von der Stadt bekannt gegeben werde, bleibt auch für die Besucher alles beim Alten: „Sobald man sich in die Schlange vor einem Stand stellt, gilt die 2G-Regel“, erklärt die Stadtsprecherin. Noch sei noch nicht klar, wieweit die Maskenpflicht in der Innenstadt greife, sicher sei nur, dass sie „über den Weihnachtsmarkt hinaus“ gelten werde.

Laut der gültigen Novelle der Corona-Schutzverordnung ist die Stadt als zuständige Behörde berechtigt, eine Maskenpflicht in Außenbereichen „für konkret benannte Bereiche“ anzuordnen.

Wer sich dieser Anordnung der Stadt widersetzt, muss tief in die Tasche greifen. Wer „trotz Verpflichtung die vorgeschriebene Maske nicht oder ohne gleichzeitige Bedeckung von Mund und Nase trägt“, kann mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 25 000 Euro belegt werden, heißt es in der Corona-Schutzverordnung vom 24. November.

Bereiche für Maskenpflicht werden noch festgelegt

Ob die Allgemeinverfügung auch für den Wochenmarkt gelten werde, kann Schulte-Zakotnik noch nicht beantworten. Auch die Verzehrregeln auf dem Weihnachtsmarkt müssten erneut geregelt werden. Aktuell sind die Verzehr-Stuben der Stände für Publikumsverkehr gesperrt, gegessen und getrunken wird nur vor den Hütten. All das werde in den kommenden Tagen neu bewertet und für die Allgemeinverfügung berücksichtigt, versichert Schulte-Zakotnik.

Eine Schließung oder ein vorzeitiges Ende des Weihnachtsmarktes möchte die Stadtsprecherin nicht ausschließen, hält solche Szenarien aber für unwahrscheinlich. „Mit den Auflagen wollen wir die größtmögliche Sicherheit erreichen und die Stände offen halten.“ Sollte sich die pandemische Lage weiter verschärfen, sei nicht die Stadt für Erlassen und Durchsetzung neuer Maßnahmen hauptverantwortlich, sondern das Land NRW und der Märkische Kreis, sagt Schulte-Zakotnik. Eine sichere Prognose für die nahe Zukunft abzugeben, sei in Corona-Zeiten nun einmal nicht möglich.

Auch interessant

Kommentare