Kostenpunkt: 281 000 Euro

Stadt will drei alte Gebäude abreißen - auch um Kreuzung zu vergrößern

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Im Jahr 1915 wurde dieses Wohnhaus gebaut, das sich in städtischem Besitz befindet und auf einer Fläche steht, die im Bebauungsplan als Parkanlage ausgewiesen ist. Weil eine Sanierung aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll sei, soll es nun abgerissen werden.

Der Lüdenscheider Rat muss in seiner nächsten Sitzung über den Abbruch von drei Gebäuden beraten. Unter anderem ist auch ein ehemaliges Vereinsheim davon betroffen.

Lüdenscheid - Über 281 000 Euro an außerplanmäßigen Abbruchkosten für drei Häuser an der Talstraße 1a, der Herscheider Landstraße 110a und Am Hilgenhaus 113 muss der Rat in seiner nächsten Sitzung (5. Oktober, 17 Uhr, Kulturhaus) abstimmen. Alle drei städtischen Gebäude seien stark sanierungsbedürftig, heißt es in der dazugehörigen Vorlage. Deckungsvorschläge macht die Verwaltung aus Erträgen bei der Vergnügungssteuer sowie durch Kostenersparnisse unter anderem bei einem Posten „Energie, Wasser, Abwasser“ oder auch bei der Haushaltsstelle Knapper Schule. 

Die Talstraße 1a ist das leer stehende, ehemalige Vereinsheim des TSC Delphin Lüdenscheid, das ohnehin dem Ausbau des Bräuckenkreuzes weichen soll. Die geschätzten Abbruchkosten liegen nur etwas höher als die erforderlichen Sanierungskosten – bei rund 71 000 Euro.

Das ehemalige Vereinsheim des TSC Delphin Lüdenscheid an der Talstraße soll weichen, um das Bräuckenkreuz auszubauen.

Bei der Immobilie an der Herscheider Landstraße handelt es sich um das seit Längerem ungenutzte ehemalige Umkleide- und Wohngebäude am Sportplatz Höh. Es weise massive Schäden auf, eine Instandsetzung oder Umbau für Wohnzwecke sei unverhältnismäßig teuer. Geschätzte Abbruchkosten: 110 000 Euro. 

Auf der Höh soll der ehemalige Umkleidetrakt des Sportplatzes mit anschließender Platzwartwohnung abgerissen werden.

Seit Mai letzten Jahres steht das Wohnhaus Am Hilgenhaus 113 leer. 1915 gebaut, sei auch hier eine Sanierung wirtschaftlich nicht sinnvoll, Verkauf oder Neubau aus planungsrechtlichen Gründen nicht möglich. Laut Bebauungsplan ist die Fläche als Parkanlage ausgewiesen: Der Bereich solle als zusammenhängende Grünfläche zwischen unterschiedlichen Baugebieten dienen. Abbruchkosten: 100 000 Euro.

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